Samstag, 5. September 2020

Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“

 

Ein Gastbeitrag von Claudia Karas gerichtet an die Heuchler in der Politik und Mainstream-Medien



 Gesendet: Freitag, 04. September 2020 um 12:10 Uhr Von: "Claudia Karas" An: Kein Empfänger Betreff: Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“ Gesendet: Freitag, 04. September 2020 um 11:53 Uhr Von: "Claudia Karas" An: "Bundeskanzlerin" , "Außenminister Maas" , "AA Bürgerservice" , "Deutscher Bundestag" , "Fraktion CDU/CSU" , "Fraktion Grüne" , "Fraktion Linke" , "Fraktionsbüro SPD" , "FDP"<dialog@fdpbt.de>, "Kriegsministerin" <kramp-karrenbauer@bundestag.de>, "Menschenrechtsausschuss" <menschenrechtsausschuss@bundestag.de>, "post bundesregierung" <internetpost@bundesregierung.de>, "US Embassy" <feedback@usembassy.de>, "UK Embassy" <ukingermany@fco.gov.uk>, "Russische Botschaft" <info@russische-botschaft.de>, "consular1berlin.mfa.gov.il" <consular1@berlin.mfa.gov.il>
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Betreff: Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“


Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“

Jetzt ist die Katze aus dem Sack!
Es geht um die Verhinderung der Pipeline Nord Stream 2.

Die Spindoctoren aus Politik und Konzernmedien sind schon seit Jahren kräftig dabei, den deutschen Michel mit täglicher Gehirnwäsche vom „bösen Putin“ einzuseifen und fürderhin in Kriegslaune zu versetzen. „Mache die Lüge groß, mache sie einfach, wiederhole sie immer wieder, und letztendlich wird man sie glauben“, was ja auch schon bei Hitler geklappt hat.

Den Russenhassern reicht die Einkreisung Russlands, die gefährliche Osterweiterung durch die NATO (Nord-Atlantische Terror-Organisation), schon lange nicht mehr. Ganz offensichtlich träumen sie von der Vollendung des Vernichtungskriegs im Osten, denn bekanntlich wurde mit Hitler ja „das falsche Schwein geschlachtet“ (O-Ton Winston Churchill). Dass jetzt auch noch die NATO wegen eines unbedeutenden, vom Westen als "wichtig"  aufgeblasenen „Kreml-Kritikers“ zu diesem Fall tagt, offenbart nur, wie verzweifelt sie nach einer Daseinsberechtigung sucht, denn „den drohenden Krieg am Horizonte braucht der Militarismus wie ein Stückchen Brot. Er wird nicht nur als drohend, sondern als unvermeidlich hingestellt.“ (Bertha von Suttner). Und für diesen Irrsinn sollen 2% des BIP von den Völkern abgepresst werden, mit Hilfe ihrer willigen Vollstrecker in den Parlamenten.

Was im Irak mit den Lügen von den „Massenvernichtungswaffen“ geklappt hat, soll jetzt wieder gelingen… Wer erinnert sich nicht an die theatralischen Worte Colin Powells, der – so wissen wir es jetzt – gelogen hat, genauso wie der Informant des BND, Deckname „Curveball“, der für seine Lügen gut bezahlt wurde und als Belohnung obendrauf noch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hat.

Bekanntlich findet sich in diesen Kreisen auch immer eine käufliche Kreatur, die das – übrigens auch in allen anderen Giftlaboren der NATO-Staaten (!) vorhandene Novichok-„Gift“ – wenn auch mit noch so aus der Luft gegriffenen Behauptungen (wie bei all den anderen in den Konzernmedien immer wieder rauf und runter deklinierten Putin-Putin-Putin-„Fälle“ – beweisen kann. Das sehen wir gerade.

Der gesunde Menschenverstand fragt: Wem nützt dieser „Gift“-Anschlag?
Ganz sicher nicht dem russischen Präsidenten, der garantiert nicht an einer weiteren Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehung interessiert ist!

Wem nützt der „Gift“-Anschlag also? Dazu genügt nur ein Blick in die Abendnachrichten, bei denen geifernde Politiker, die sich schier überschlagen in Forderungen nach Bestrafung und weiteren Sanktionen und nach einem Ende des deutsch-russischen Pipeline-Projekts Nord Stream 2. Eine Schwächung der deutschen Wirtschaft nehmen sie  gerne in Kauf.

Als besondere Scharfmacher und mit infamen Behauptungen tun sich bei der unerträglichen Dämonisierung der Person Putin Politiker aller Couleur, von CDU bis Nato-oliv-Grüne, hervor und auch der „Linke“ Bartsch findet die „selten harten Reaktionen der Bundesregierung angemessen“, wofür er sicher ein Fleißkärtchen der herrschenden stramm antikommunistischen Clique einheimsen kann.

Geradezu lächerlich wird es, wenn die sogenannten „westlichen Werte“ ins boshafte Spiel gebracht werden, diese da sind: ständige Angriffskriege, Zerstörung der arabischen-islamischen Welt und ihrer Menschen, die zur Flucht (Stichwort: „wir schaffen das“) aufgrund ihrer vernichteten Lebensgrundlage gezwungen werden. Forderungen nach einem Ende dieser Angriffskriege und Bombardierungen kommen diesen „westlichen-Werte“-Apologeten nicht über die Lippen.

Diese sogenannten „westlichen Werte“ bedeuten auch das demonstrative schändliche Nichtstun gegen das schreiende Unrecht, das dem unschuldig in britischer Isolations-Folterhaft sitzenden investigativen Journalisten Julian Assange angetan wird, der wegen der Veröffentlichung schwerer US-Kriegsverbrechen auf WikiLeaks bestraft und zum Schweigen gebracht werden soll. Die eklatante Verletzung seiner Menschenrechte und Menschenwürde interessiert diese heuchlerischen transatlantischen Handlanger nicht im Mindesten! Da wundert es einen auch nicht, dass der damalige Chef des Bundeskanzleramts und Beauftragte für die Nachrichtendienste und heutige Bundespräsident einem von den USA nach Guantanamo verschleppten und dort jahrelang unter Folter inhaftierten Bundesbürger trotz erwiesener Unschuld die Rückkehr nach Deutschland verhindert hat.

Eine Binsenweisheit: „Mord gehört zum Geschäft vieler Geheimdienste, doch kaum einer ist so berüchtigt für seine Killerkommandos wie Israels Mossad.“
Ich kann mich jedoch nicht erinnern, dass der bei ihrem Mordhandwerk in Dubai eingesetzte deutsche Pass bei all den Menschenrechts-Heuchlern irgendeine vergleichbare empörte Reaktion ausgelöst hat. Auch die Ermordung von mindestens vier iranischen Atomwissenschaftler
n durch den jüdischen Staat wurde hier ohne große Aufregung hingenommen und wie man weiß, wurden bei dessen bisher tausenden Mordaktionen nicht nur die Zielpersonen ermordet, sondern auch viele Unschuldige, aber auch das ficht unsere „westliche-Werte“-Heuchler nicht an. Desgleichen erregte die Ermordung des iranischen Generals Kassem Soleimani und seiner Begleiter durch den verschlagenen "großen Bruder" die „westlichen-Werte“-Gemüter nicht. Namenlos bleiben diese Begleiter ebenso wie die immer wieder durch israelische Scharfschützen ermordeten Palästinenser, darunter auch Kinder, für die man noch nicht mal „westliche-Werte“-Krokodilstränen vergießt.

Diese „westliche-Werte“-Welt ist rund um den Globus auf Mord, Vernichtung und Ressourcenraub aus und verschleudert dafür Milliarden. Sie investiert lieber in den Tod anstatt in ein Leben in einer friedlichen Welt.

Claudia Karas, Frankfurt


Am 05.09.2020 schrieb Izzeddin Musa:


Liebe Claudia,
 
danke, dass du den ekelhaften Heuchlern deutlich die Leviten gelesen hast. Ob die Elefantenhäute das verspüren, bleibt zweifelhaft.
Diese Ekel von Politiker, wie der CDU-Röttgen oder der FDP-Lambsdorff u.v.a. auch, kriechen in den Arsch von Amerika und führen nur Befehle durch, um die Nord Stream 2 zu stoppen. Armleuchter sind sie alle.
 
Dein Schreiben darf nicht in Vergessenheit geraten werden, deshalb möchte ich ihn auf meinem Blog stellen, falls du einverstanden bist.
 
Aber glaubst du, dass die Heuchler nur hier gibt? Ich antworte und sage nein. Guck doch mal was die Orban (verächtlich für die Neureichen Kameltreiber) machen. Diese Dienstboten, Arschkriecher und Befehlsempfänger von Bibi und Donald sind nur hochgradige Verräter. Auch wenn der Schaumschläger Mahmoud Abbas "patriotische Reden" schwenkt, die lediglich nur zur Schau dienen, träumt nur noch oder immer noch von "Verhandlungen". Er ist für mich, einschließlich seiner Bande", Oberverräter an der palästinensischen Sache. Oslo ist für ihn immer noch als Wallfahrtsort, obwohl alle anderen palästinensischen Organisationen dagegen sind und stets fordern, das Diktat zu annullieren. Alles ist und über all scheint sehr traurig zu sein.
 
Seid herzlich gegrüßt
 

Izzeddin



Von: "Claudia Karas" <ClaudiaKaras@web.de>
Datum: 5. September 2020
An: "Izzeddin Musa" <izzeddin.gaza@gmx.de>
Cc:
Betreff: Aw: Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“
Danke für dein Lob, lieber Izzedin,
klar kannst du meinen Kommentar auf deine Seite setzen!
Mir gings wie Dir... der EKEL vor diesen Heuchlern hat mich in die Tasten hauen lassen.
Ich kann es immer noch nicht fassen, dass sich die NATO, das Kriegsbündnis, mit diesem unbedeutenden russischen rechtsnationalen Wicht befasst!! unglaublich das alles und die Lügenpresse macht ja mit bei der Hetze.
und all das von Dir noch gesagte kann ich nur unterstreichen!!!
ganz herzliche Grüße
Claudia




Ach liebe Claudia, der unbedeutende Nawalny ist doch nur ein willkommener Anlass, auf den man sehnsüchtig gewartet hat. Oder waren doch die Finger westlicher Geheimdienste drin!!! Ich glaube sogar dran, dass der CIA dabei war, damit die USA-Araschkriecher lautstark ihr dreckiges Maul, gegen die Gas-Pipeline, aufreissen. Diese Heuchler glauben doch nicht, dass sie verschont bleiben, wenn es krachen sollte!!  
Liebe Grüße
Izzeddin


Von:
Claudia Karas
05.09.2020 um 11:35 Uhr

Fall Navalny: Bundesregierung bestätigt (ungewollt) die russischen Erklärungen


Nun kommt alles ans Tageslicht. Wie sagt man, Lügen haben kurze Beine.
 
Ich glaube mein Blog ist gehackt worden. Ich muss einen Freund, der was davon versteht, fragen, ob er Hilfe leisten kann.
 
Gruß
Izzeddin



Von:
Claudia Karas
05.09.2020 um 20:35 Uhr


Der Meinung bin ich auch!! Gerade die Amis haben noch nie Skurpel gehabt und  kennen sich bestens aus mit politischen Morden...
kennst  du den Film "Bekenntnisse eines Economoc Hitman"? hab ich auch als Buch...

https://www.youtube.com/watch?v=FfWcZJtP6NI
"Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus"
Gesendet 14. Mai 2010 in ORF 2
Ein packender Insider-Dokumentarfilm über den Ausbau des US-Imperiums auf Kosten der Dritten Welt: John Perkins war ein "Economic Hit Man", ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in eine Abhängigkeit von den USA brachten. Zwölf Jahre lang hatte Perkins seine Seele an den Geheimdienst verkauft ... bis er ausstieg und den Mut hatte, den Skandal aufzudecken, sich öffentlich für seine kriminellen Akte im Staatsauftrag zu entschuldigen und Aufklärungsarbeit zu leisten.
Liebe Grüße
Claudia



Gesendet: Samstag, 05. September 2020 um 11:58 Uhr
Von: "Izzeddin Musa" <izzeddin.gaza@gmx.de>
An: "Claudia Karas" <ClaudiaKaras@web.de>
Betreff: Aw: Fall Navalny: Bundesregierung bestätigt (ungewollt) die russischen Erklärungen | Anti-Spiegel
Nun kommt alles ans Tageslicht. Wie sagt man, Lügen haben kurze Beine.
 
Ich glaube mein Blog ist gehackt worden. Ich muss einen Freund, der was davon versteht, fragen, ob er Hilfe leisten kann.
 
Gruß
Izzeddin


Weitere Beiträge unter:

By Finian Cunningham

und:

Wieso verweigert Bundesregierung Offenlegung der Bundeswehr-Laborbefunde zu Nawalny und Nowitschok?




Sehr geehrter Herr Dr. Norbert Röttgen,
 
Sie sollten diesen Brief ja persönlich bekommen. Wüssten Sie eigentlich, dass Russland unser natürlicher Partner ist und nicht der Amerikaner.
 
Der Amerikaner George Friedman (Stratfor): Die USA versuchen seit 100 Jahren einen Keil zwischen Russland und Deutschland zu treiben.
Ich hoffe, Sie wissen warum!
 
Ich hoffe auch, dass Sie das bedenken, bei Ihren nächsten Agitatorischen Auftritten.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Izzeddin Musa 
Am Bonner Graben 19
53343 Wachtberg


Aw: Nawanly
Gesendet: Sonntag, 06. September 2020 um 10:59 Uhr
Von: "Izzeddin Musa" <izzeddin.gaza@gmx.de>
An: "Claudia Karas" <claudiakaras@web.de>
Betreff: Nawanly
Hallo liebe Claudia,
 
es hat geklappt. Hier ist der Link. Ich schicke den Brief an den Atlantikbrücker Norbert Röttgen, der ist für unseren Wahlkreis zuständig.
Meine Stimme hat er nie bekommen.
 
 
Ich grüße Euch herzlich
 
Izzeddin
 
 
Fw: Der Fall Nawalny und die „westlichen-Werte“
  • Von:
    Izzeddin Musa
    06.09.2020 um 11:11 Uhr
    Mehr Informationen
  • An:
    Norbert Röttgen

    Sehr geehrter Herr Dr. Norbert Röttgen,
     
    Sie sollten diesen Brief ja persönlich bekommen. Wüssten Sie eigentlich, dass Russland unser natürlicher Partner ist und nicht der Amerikaner.
     
    Der Amerikaner George Friedman (Stratfor): Die USA versuchen seit 100 Jahren einen Keil zwischen Russland und Deutschland zu treiben.
    Ich hoffe, Sie wissen warum!
     
    Ich hoffe auch, dass Sie das bedenken, bei Ihren nächsten Agitatorischen Auftritten.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Dr. Izzeddin Musa 
    Am Bonner Graben 19
    53343 Wachtberg
     


WO bleibt die Antwort auf das russische Rechtshilfeersuchen??? Was hat die deutsche Regierung zu verbergen?
Von:
Claudia Karas
                                06.09.2020 um 19:56 Uhr

Die rücken nichts raus, weil sie entweder nichts haben, oder noch am herumdoktern sind... was für eine Bande!
 
Gesendet: Sonntag, 06. September 2020 um 17:39 Uhr
Von: "Claudia Karas" <ClaudiaKaras@web.de>
An: "Bundeskanzlerin" <angela.merkel@bundestag.de>, "Außenminister Maas" <heiko.maas@bundestag.de>, "AA Bürgerservice" <buergerservice@auswaertiges-amt.de>, "Deutscher Bundestag" <mail@bundestag.de>, "Fraktion CDU/CSU" <fraktion@cducsu.de>, "Fraktion Grüne" <info@gruene-bundestag.de>, "Fraktion Linke" <fraktion@linksfraktion.de>, "Fraktionsbüro SPD" <fraktionsbuero@spd.parlament-berlin.de>, "FDP" <dialog@fdpbt.de>, "Menschenrechtsausschuss" <menschenrechtsausschuss@bundestag.de>, "post bundesregierung" <internetpost@bundesregierung.de>, "US Embassy" <feedback@usembassy.de>, "UK Embassy" <ukingermany@fco.gov.uk>, "Russische Botschaft" <info@russische-botschaft.de>, "consular1berlin.mfa.gov.il" <consular1@berlin.mfa.gov.il>, "Kriegsministerin" <kramp.karrenbauer@bundestag.de>
Cc: "RT" <info@rt-tv.de>, "dasErsteTV" <zured@das-erste.de>, "Die Zeit" <diezeit@zeit.de>, "dradio" <hoererservice@dradio.de>, "DWN" <info@deutsche-wirtschafts-nachrichten.de>, "FAZ" <info@faz.net>, forum@sueddeutsche.de, "FR" <leserbrief@fr-aktuell.de>, "Freitag" <info@freitag.de>, "Phoenix" <info@phoenix.de>, "Redaktion Die Welt" <redaktion@welt.de>, "Redaktion jW" <redaktion@jungewelt.de>, "Redaktion ND" <redaktion@nd-online.de>, "Redaktion Süddeutsche" <redaktion@sueddeutsche.de>, "Redaktion Tagesspiegel (online)" <online.redaktion@tagesspiegel.de>, "Taz ausland" <ausland@taz.de>, "ZDF" <info@zdf.de>, "ZDF Hauptstadtstudio" <Hauptstadtstudio-Leitung@zdf.de>
WARUM beantworten Sie das Rechtshilfeersuchen der russischen Generalstaatsanwaltschaft vom  27. August 2020 nicht?
WAS hat die deutsche Regierung zu verbergen? 
Und wozu braucht man die Konzern- und Regierungspresse, die über die u.a. Fragen und die fehlende Antwort einfach nicht informiert... und die fragen sich noch, warum sie als Lügenpresse abqualifiziert werden. Unten ist doch der Beweis!
Im übrigen ist die anmaaßende und peinliche Drohgebärde des deutschen Außenministers gegenüber Russland ein starker Kontrast zu der wohltuenden ruhigen und sachlichen Art des russischen Außenministers Lawrow!
Claudia Karas, besorgte Bürgerin
 
Pressesprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation Maria Zakharova über Interview von Außenminister Deutschlands Heiko Maas für Bild am Sonntag

Medien: Heiko Maas sagt, wenn es in den nächsten Tagen auf der russischen Seite keine Beiträge zur Aufklärung im Fall des Bloggers Alexej Nawalny gebe, werde Deutschland mit den Partnern über eine Antwort beraten müssen. „Wir haben große Erwartungen an die russische Regierung, dass sie dieses schwere Verbrechen aufklärt. Sollte sie nichts mit dem Anschlag zu tun haben, dann ist es in ihrem eigenen Interesse, das mit Fakten zu belegen“.

Sehr geehrter Herr Maas, wenn die Bundesregierung es mit ihren Erklärungen aufrichtig meint, dann muss sie selbst daran interessiert sein, möglichst kurzfristig das Rechtshilfeersuchen der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation zu beantworten. Übermittelt wurde dieses bereits am 27. August. Bislang gibt es keine Gewissheit, dass Deutschland kein doppeltes Spiel spielt. Denn die Landesjustizverwaltung Berlin, die für die Rechtshilfe zuständig ist, hat erst am letzten Freitag das Ersuchen der russischen Generalstaatsanwaltschaft von den Bundesbehörden zugeleitet bekommen. Wo ist denn diese Dringlichkeit, auf der Sie so insistieren? Es ist die deutsche Seite, die diese sehr wohl vermissen lässt, indem sie die Frage erst prüfe und über die Bewilligung gegebenenfalls nach Absprache mit den zuständigen Bundesbehörden entscheiden werde. Solange Berlin keine Antwort gibt, behindert es die Aufklärung, zu der es aufruft. Absichtlich?

Kommentar der Russischen Botschaft in Deutschland vom 2. September 2020

Am 2. September 2020 wurde der Botschafter der Russischen Föderation ins Auswärtige Amt eingeladen und über den Inhalt der Erklärung der Bundesregierung im s.g. Fall Nawalny unterrichtet. Hierbei wurden dem Botschafter jedoch keine auf Fakten basierten Unterlagen übergeben.

Von der deutschen Seite erwarten wir eine möglichst zeitnahe Antwort auf das Rechtshilfeersuchen der russischen Generalstaatsanwaltschaft, das am 27. August 2020 an das Bundesamt für Justiz im Rahmen der Überprüfung in Sachen der Krankenhauseinlieferung von Alexej Nawalny gerichtet wurde. Wir rufen unsere Partner auf, jedwede Politisierung dieses Vorfalls zu vermeiden und sich ausschließlich auf glaubwürdige Fakten zu stützen, die hoffentlich schnellstmöglich geliefert werden. Wir rechnen mit vollwertiger Zusammenarbeit und Informationsaustausch unter Einbeziehung der bestehenden bilateralen rechtlichen Mechanismen


Aw: Nawanly
Von:
Claudia Karas
06.09.2020 um 20:1




  
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  • Danke, lieber Izzedin,


Danke, lieber Izzedin,
für die Weiterleitung an diesen nord-atlantischen Spezial-Demokraten... das reinste Brechmittel!
an dem prallt das garantiert ab... aber seine Mitarbeiter, die die mails lesen, kommen vielleicht ins Grübeln...
 
ich wusste gar nicht, dass du diese website hast... toll... muss bei Gelegenheit herumsurfen.
ganz liebe Grüße... auch von Hassan
Claudia
 
p.s. bei Anne Will heute abend ist diese Bande auch verteten... ich muss mal sehen, ob ich das aushalte
 


 

Freitag, 17. Juli 2020

Fortsetzung: Bill & Melinda Die Verschwörung - Kotrovers: Pro und Contra

Bill & Melinda 

Die Verschwörung  -  Kotrovers: Pro und Contra

Von: Izzeddin Musa <izzeddin.gaza@gmx.de>
Gesendet: Mittwoch, 15. Juli 2020 11:19
An: Izzeddin Musa <izzeddin.gaza@gmx.de>
Betreff: Freie Palästina-Stimme



Alte und neue Beiträge zum Stöbern. Kann nicht schaden.

Izzeddin Musa


AW: Freie Palästina-Stimme
Von: Peter Vonnahme                                                        15.07.2020 um 19:48 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Musa,

Sie haben kürzlich bei anderer Gelegenheit sehr vernünftig reagiert.
Deshalb möchte ich Sie nochmals zu einem zweiten Nachdenken ermuntern. Es geht um Ken Jebsen und seiner völlig überzogenen Polemik gegen eine Impfpflicht. Erstens ist es noch unsicher, ob überhaupt ein Impfmittel entwickelt wird und zweitens haben alle deutschen Parteien versichert, dass eine etwaige Impfung nur auf freiwilliger Basis erfolgen wird. Keiner wird Sie zu etwas zwingen.

Einer Freundin, die sich gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und Impfpflicht gewandt hat, habe ich kürzlich Folgendes geschrieben:


„ … Die von dir erwähnten Gewährsleute  beziehen sich in aller Regel auf Statistiken und Sterbezahlen. Sie verlieren aber regelmäßig keinen Gedanken darüber, ob die vermeintlich günstigen Zahlen die Folge davon sein könnten, dass die deutsche Politik mit entschlossenen Gegenmaßnahmen eine ungezügelte Virusausbreitung verhindert hat. Es ist paradox: Je besser eine Gesundheitspolitik funktioniert, desto mehr wird sie von sog. Experten geschmäht.

Die naheliegende Frage, ob alle Staatsführer dieser Welt verrückt sind, weil sie das Corona Virus ernst genommen haben, stellst du dir erstaunlicherweise überhaupt nicht. Glaubst du im Ernst alle diese Staatsfchefs einen Sprung in der Schüssel haben und völlig grundlos etlichen Milliarden ihrer Schutzbefohlenen schwerste Opfer abverlangen und ihre Volkswirtschaften sehenden Auges ruiniert haben? Wenn ich vorhin schrieb „alle Staatsführer dieser Welt“, stimmt es nicht ganz: Drei durch besonderes „Verantwortungsgefühl“ ausgewiesene Staatschefs haben geglaubt, sie könnten sich dem internationalen Konsens verweigern. Ist es Zufall, dass die USA, Brasilien und GB Tabellenführer in Sachen Infektions- und Todeszahlen sind… [Neuerdings kommt Israel dazu!]

Angesichts dieser Evidenzen fällt es mir schwer, B-Promis vom Format eines Naidoo, Hildmann, Schweiger und Jebsen mit ihren Verschwörungsphantasien ernst zu nehmen. Ken Jebsen ist ein Sonderfall. Ich habe ihn bisher sehr geschätzt. Seitdem ich aber neulich sein halbstündiges Corona Video gehört habe


bewegt mich nur noch die Frage, was der gute Ken vorher geraucht hat. Wenn du ein Schulbeispiel für Verschwörungsnarrative suchst, hier hast du es. Oder kannst du mir erklären, welches deckungsgleiche Interesse China, RUS, Japan, Südkorea, die Schweiz, der Vatikan und die EU haben, die Bill und Melinda Gates Stiftung und Prof. Drosten zu fördern? Ich habe diese Frage bereits vor Wochen in einem Artikel auf Telepolis aufgeworfen. Bezeichnenderweise hat sich nicht einer von hunderten Artikelkommentatoren dieser Frage gestellt.

Wenn ich sehe, welche Leute heute auf unseren öffentlichen Plätzen eine Rückkehr zu Rechtsstaat, Grundrechte und Demokratie einfordern und mit welchen Argumenten sie das begründen, schaudert es mich. Es sind viele Leute darunter, die bisher mit den Füßen auf diesen Werten herumgetrampelt sind. Und jetzt fühlen sie sich zu Verfassungspatrioten berufen! Manchmal habe ich den Verdacht, dass das Corona Virus nicht nur die Lungen, sondern auch die Gehirne befällt.

Wenn Sie Interesse an einer sorgfältigen Corona Analyse (auch juristisch !) haben, empfehle ich Ihnen meinen Artikel „Corona: Rechtsstaat auf dem Prüfstand“ in TELEPOLIS (Anlage).

Ich wünsche Ihnen alles Gute. Und bleiben Sie gesund (ohne Impfung)!

Peter Vonnahme

Beitrag von Peter Vonnahme als Anhang  in PDF-Format
Erschienen in:

TELEPOLIS
Corona: Rechtsstaat auf dem Prüfstand
21. April 2020 Peter Vonnahme


Kommen die Grundrechte unter die Räder? Zwischenruf eines Richters


Corona hat die Welt verändert wie kein Ereignis seit dem Zweiten Weltkrieg. Das gilt unabhängig davon, wie man die Gefährlichkeit des Virus und die zu seiner Abwehr getroffenen Maßnahmen einstuft. Auch wer diese für unangemessen und schädlich hält, kommt an der Einsicht nicht vorbei, dass das Virus die halbe Welt lahmgelegt hat und schon jetzt volkswirtschaftliche Schäden in Billionenhöhe verursacht hat.

Es ist nicht einfach, in dem heftigen Meinungskampf zwischen Corona-Verängstigten und CoronaBeschwichtigern einen verlässlichen Standort für die eigene Position zu finden.

Bestandsaufnahme

Auffällig ist: Noch nie in der für mich überschaubaren Zeit waren sich die für mein Wohl zuständigen politischen Instanzen so einig wie jetzt. Bürgermeister, Landrat, Ministerpräsident, Bundeskanzlerin, EUKommissionspräsidentin und UN-Generalsekretär stimmen in ihren Corona Bedrohungsanalysen überein und rufen zu entschiedenem Handeln auf. Wie ist diese Einigkeit zu erklären? Verfolgen sie gemeinsame Interessen und wenn ja - welche?

Meine Lebenserfahrung sagt mir, es ist wenig wahrscheinlich, dass all diese ehrenwerten Personen ausnahmslos gewissenlose Erfüllungsgehilfen von Big Pharma sind. Andere Profiteure des globalen Shutdowns vermag ich nicht zu erkennen. Nicht einmal das immer in Verdacht stehende Großkapital taugt als überzeugendes Erklärungsmuster. Denn soweit erkennbar, sind am Ende alle Verlierer, der Bettler ebenso wie der Konzernbesitzer.

Abgesehen davon, was hätten die Staatsführer dieser Welt - von Xi Jinping über Putin, Bolsonaro, Macron und Merkel bis hin zu Papst Franziskus und zur Queen - davon, wenn sie die ihrer Fürsorge anvertrauten Menschen im Gleichschritt in den wirtschaftlichen und sozialen Ruin führen? Das legt den Schluss nahe, dass die Mächtigen dieser Welt bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Persönlichkeiten und ihrer politischen Heimat eine gemeinsame politische Agenda verfolgen, nämlich die Bekämpfung einer höchst bedrohlichen Pandemie.

Selbst der tiefgründigste politische Denker der Gegenwart, Donald J. Trump, hat angesichts der Horrorszenarien von NY zwar nicht seine Großmäuligkeit aufgegeben, sich aber widerwillig den Notwendigkeiten einer Seuchenbekämpfung gebeugt.

Kurzum: Ich kann mir trotz einer über Jahrzehnte gewachsenen Politikskepsis nicht vorstellen, dass alle Verantwortungsträger dieser Welt Mitglieder eines globalen Verschwörungssyndikats sind. Noch weniger kann ich mir vorstellen, dass sie alle Opfer von neurotischen Zwangsvorstellungen sind und eine Seuche bekämpfen, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Das hauptsächliche Gegenargument der Corona-Verharmloser, die Zahl der Erkrankten und Verstorbenen liege unter den langjährigen statistischen Mittelwerten, taugt nicht wirklich als Beruhigungspille. Denn zum einen stehen wir noch am Anfang eines Jahres. Zum anderen sprechen gute Gründe dafür, dass die von der Politik verordneten Abwehrmaßnahmen zu einer Verlangsamung der Virusausbreitung geführt haben. Außerdem sind die Horrorbilder von Bergamo, Brescia und NY nicht dazu angetan, die Letalität des Corona Virus in Zweifel zu ziehen. Doch noch wissen wir nicht genau, wer Recht hat und wer falsch liegt. Am Jahresende werden wir klarer sehen.

Neue Fragestellungen

Es zeichnet sich bereits ab, dass zumindest vorübergehend der Streit über die Gefährlichkeit des Corona Virus in den Hintergrund tritt. Dafür gewinnt die Frage an Gewicht, was die angeordneten Verbote für das gesellschaftliche Leben bedeuten.

Mehrere Anrufer beklagen, dass die verfassungsrechtlich verbrieften Grund- und Freiheitsrechte unter die Räder gekommen seien. Einer moniert, dass wir gerade Zeugen des Übergangs einer Demokratie in einen autoritären Staat sind. Ein weiterer äußert die Sorge, dass der Deutsche Bundestag ein Ermächtigungsgesetz für die Regierung erlassen habe. Eine Heidelberger Anwältin hat Rechtsschutz durch das Bundesverfassungsgericht beantragt. Nach ihrer Meinung drohen die "vollständige Beseitigung des Bestands der Bundesrepublik Deutschland" und eine "beispiellose Beschränkung fast aller Grundrechte von 83 Millionen Bürgern" und die "Errichtung eines diktatorischen Polizeistaats". Auch wenn man diese Lagebeurteilung nicht teilt, gemeinsam ist allen Fragen die Sorge, dass der Rechtsstaat durch Corona in Gefahr ist.

Beengte Freiräume

Richtig an den aufgeworfenen Fragen ist, dass in den letzten Wochen rigoros in unsere Freiräume eingegriffen worden ist. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sind Grundrechte so flächendeckend und so radikal eingeschränkt worden.

Als sie in das Grundgesetz geschrieben worden sind, lag Deutschland in Schutt und Asche. Heute, 70 Jahre später, stehen sie - jedenfalls nach Meinung vieler umtriebiger Blogger - nur noch auf dem Papier. Die Wohnung darf nur noch verlassen werden, wenn triftige Gründe vorliegen. Der Besuch von Kindergärten, Schulen, Unis, Gottesdiensten, Kinos, Theatern, Sportplätzen, Veranstaltungen, Gaststätten - bis auf weiteres ausgesetzt. Kein Spaziergang mehr mit Freunden, auch kein Gang zum Friseur. Nicht einmal die kranke Großmutter im Altenheim darf besucht werden. Nur gestorben werden darf noch wie bisher, aber bei der Beerdigung gelten starke Restriktionen. Heribert Prantl meint, das Virus habe nicht nur Menschen befallen, sondern auch den Rechtsstaat.

Grenzen der Grundrechte

Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass die genannten Verbote u. a. das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 GG), das Recht auf ungestörte Religionsausübung (Art. 4 Abs. 2 GG), die Versammlungsfreiheit (Art. 8 Abs. 1 GG) und die Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) einschränken.

Das besagt aber nicht, dass die Beschränkungen schlechthin unzulässig sind. Denn entgegen einem verbreiteten Missverständnis sind Grundrechte keine absoluten Rechte in dem Sinne, dass jede Einschränkung verfassungswidrig wäre.

Diese Erkenntnis ist im Grunde banal, aber sie ist kaum im Bewusstsein der Menschen. Das ist verwunderlich, denn wir kennen aus unserem Alltagsleben viele massive Begrenzungen unserer Freiheitsrechte. Kein Autofahrer darf unter Berufung auf das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit auf der linken Fahrbahnhälfte oder mit 100 km/h durch einen Ort fahren. Der Gesetzgeber hat der individuellen Freiheit durch das StVG und die StVO Beschränkungen (Verkehrsregeln) auferlegt.

Das ist kein Verfassungsverstoß. Denn die Beschränkungen sind durch das Grundgesetz gedeckt. Art. 2 Abs. 2 Satz 3 GG sagt wörtlich: "In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden." Weiteres Beispiel: Art. 8 Abs. 2 GG besagt: "Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden." Auch die Eigentumsgarantie ist nicht unbeschränkt. Denn Art 14 Abs. 1 GG lautet: "Inhalt und Schranken [des Eigentums] werden durch die Gesetze bestimmt." Das ist der rechtliche Grund, warum wir Steuern bezahlen müssen.

Zwischenergebnis: Die genannten Grundrechte stehen unter einem verfassungsmäßigen "Gesetzesvorbehalt". Sie dürfen vom einfachen Gesetzgeber beschränkt werden. Will der Gesetzgeber hiervon Gebrauch machen, dann muss er bestimmte im GG geregelte Schranken beachten, wie etwa das Zitiergebot, d. h. das einzuschränkende Grundrecht muss benannt werden (vgl. Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG), die Wesensgehaltsgarantie, d. h. das Grundrecht darf in seinem Kern nicht angetastet werden (vgl. Art. 19 Abs. 2 GG) oder das Übermaßverbot (Verhältnismäßigkeitsprinzip).

Bundesinfektionsschutzgesetz

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Bundesgesetzgeber das seit 2000 geltende Infektionsschutzgesetz (IfSG) durch das "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vom 27. März 2020 umfassend geändert. Zweck des mit "heißer Nadel" gestrickten Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern.

Das IfSG umfasst auf 58 Seiten zahlreiche Regelungen und Ermächtigungen der Gesundheitsbehörden zum Erlass von Einzelanordnungen (sog. Verwaltungsakte). Ferner werden die Landesregierungen zum Erlass von Rechtsverordnungen ermächtigt. § 32 IfSG regelt für diesen Fall ausdrücklich, dass die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 GG), der Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1 GG), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 GG), der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 GG) und des Brief- und Postgeheimnisses (Artikel 10 GG) eingeschränkt werden können. Damit ist dem Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG Folge geleistet; insoweit bestehen gegen die formelle Verfassungsmäßigkeit der Beschränkungen keine Bedenken.

Landesgesetzgebung

Gestützt auf die Ermächtigung im IfSG haben die Bundesländer ergänzende Rechtsverordnungen erlassen. Daneben bestehen noch Infektionsschutzgesetze der Bundesländer, z. B. das Bayerische Infektionsschutzgesetz (BayIfSG) vom 25. März 2020. In der Zusammenschau all dieser Rechtsgrundlagen zeigt sich, dass Bund und Länder den Gesundheitsverwaltungen ein breites Instrumentarium zur Bekämpfung von Seuchengefahren zur Verfügung gestellt haben.

Die entscheidende Frage der Zukunft wird sein, ob die vielen in den Gesetzen und Verordnungen enthaltenen Regelungen auch materiellrechtlich den strengen Anforderungen des Grundgesetzes gerecht werden. Dies erfordert genaue Überprüfungen im Einzelfall. Es ist jetzt schon absehbar, dass diese Verfahren die Verwaltungsgerichtsbarkeit und das Bundesverfassungsgericht über Jahre hinaus auslasten werden.

Schwierige Abwägungen

Die Politik hatte in den letzten Wochen schwierige Abwägungsentscheidungen zwischen Gesundheitsschutz, Freiheitswunsch der Menschen, den Interessen der Wirtschaft und der Arbeitnehmer, der Schulen, der Glaubensgemeinschaften, der Kultur und des Sports sowie der öffentlichen Finanzen zu treffen. Erschwert wurde das durch den enormen Zeitdruck, unter dem angesichts der Pandemie gehandelt werden musste. Vertiefte verfassungsrechtliche Vorabprüfungen waren kaum möglich.

Bemerkenswert ist, dass die Verbote in der Gesellschaft auf große Zustimmung stießen. Oft hatte ich den Eindruck, dass die Akzeptanz umso größer war, je tiefer die Einschnitte in das Alltagsleben waren. Motto: Viel hilft viel. Aufbegehren gab es nur, als das Handy-Tracking ins Gesetz geschrieben werden sollte. Die Schriftstellerin Juli Zeh bemerkte hierzu, offensichtlich sei den Menschen ihr Handy wichtiger als ihre Bewegungsfreiheit.

Es wäre vermessen, im Rahmen dieses Artikels Aussagen zur Rechtmäßigkeit einzelner Maßnahmen zu machen. Dies schließt jedoch nicht aus, einige Prüfkriterien zu benennen:

-       Es besteht allseits Einigkeit, dass die Folgen der Virusbekämpfung nicht schlimmer sein dürfen als die zu bekämpfende Ursache (das Virus).

-       Es muss immer das mildestmögliche Mittel angewandt werden. Außerdem muss jede Einschränkung von Grundrechten geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Dies wäre dann nicht der Fall, wenn ein bestimmtes Verbot nicht geeignet wäre, die Virusausbreitung zu verhindern oder wenn ein weniger stark eingreifendes Mittel denselben Zweck erfüllen würde. Besondere Wachsamkeit ist immer dann geboten, wenn die Politik ihre Maßnahmen als alternativlos bezeichnet und Zweifel mit dem lapidaren Hinweis auf die Verhältnisse in Italien oder Spanien abtut.

-       Eine offene Flanke der Corona-Maßnahmepakete besteht darin, dass es bei ihrem Erlass "nur" ein paar hundert Corona-Tote in Deutschland gab. Die Grippewelle von 2017/2018 hat nach amtlichen Angaben (RKI) ca. 25.000 Menschenleben gefordert, ohne dass der Staat besondere Maßnahmen ergriffen hat. Das bedeutet, dass die jetzigen rigorosen Verbote nur dann eine innere Rechtfertigung haben, wenn die Politik in einer Prognoseentscheidung (worst case Einschätzung) mit einem dramatischen Verlauf der Corona Pandemie rechnen musste. Hierbei ist nicht der heutige Kenntnisstand maßgeblich. Vielmehr kommt es allein auf die damalige Sicht der Politik unter maßgeblicher Einbeziehung der Expertise von anerkannten Virologen und Epidemiologen an. Entscheidendes Kriterium war die Wertordnung des Grundgesetzes: im Zweifel zugunsten des Lebens und der Gesundheit.

-       Ein wesentliches Kriterium für die Rechtmäßigkeit von Grundrechtsbeschränkungen ist deren zeitliche Dauer. Je länger ein Versammlungs- oder Demonstrationsverbot andauert, desto gewichtiger müssen die Gründe für seine Beibehaltung sein. Denn hierbei handelt es sich um ein elementares Grundrecht, das auch oder gerade in Krisenzeiten von allergrößter Bedeutung ist. Ähnliches gilt für Beschränkungen von Gottesdienstbesuchen und Besuchen naher Angehöriger in Pflegeheimen. Es ist stets abzuwägen, ob das Ziel des Lebens- und Gesundheitsschutzes auch durch andere Maßnahmen wie etwa Besuchs- und Teilnahmebegrenzungen, Abstandsgebote und Maskenpflicht erreicht werden kann.

-       Der Politik ist zugute zu halten, dass sie sich von Anfang an des Spannungsverhältnisses zwischen Grundrechtsbeschränkungen und deren Dauer bewusst war. Das zeigt sich an den eng begrenzten Laufzeiten der erlassenen Verbotsregelungen. Ergänzend wird in kurzen Zeitabständen überprüft, ob und welche Verbote gelockert werden können. Das ist ein Indiz dafür, dass die Verantwortlichen an einer schnellen Beendigung des Ausnahmezustands interessiert sind. Die Gefahr eines autoritären Umbaus von Rechtsstaat und Demokratie sehe ich derzeit nicht.

Ausblick

Ich vermute, dass die Gerichte demnächst die Frage beschäftigen wird, welche rechtlichen Folgen es hat, wenn der Gesetzgeber weiterhin mögliche Schutzvorkehrungen wie etwa Masken und Tracking-App verzögert. Es ist offensichtlich, dass die Politik eine ausreichende Ausstattung des Gesundheitssystems mit Atemmasken, Desinfektionsmitteln und Geräten der medizinischen Intensivpflege verschlafen hat. China und Südkorea haben schon vor Monaten bewiesen, dass sich die Ausbreitung der Pandemie durch solche Schutzmaßnahmen entscheidend eindämmen lässt. Spätestens Ende Februar war auch hierzulande absehbar, dass Corona auf ein schlecht vorbereitetes Gesundheitssystem treffen wird.

Die Politik wird auf lange Zeit gefordert sein, eine Balance zwischen Leben und Gesundheit einerseits und Wirtschaft und Wohlstand andererseits zu finden. In einer Mail stand in größter Verdichtung, es sei die Entscheidung zwischen Opa und Bruttosozialprodukt. Das Dilemma besteht darin, dass jede Entscheidung für das Leben (etwa durch Verlängerung von Ausgangsbeschränkungen) ebendieses Schutzgut Leben auf andere Weise gefährden kann (Existenzverlust, Hunger, Gewaltexzesse, Suizide).

Lockerungen

Seit sich die Corona Ansteckungskurve etwas abgeflacht hat, werden aus bestimmten Kreisen des Handels und der Wirtschaft Lockerungsübungen gefordert. Fatal ist, je mehr darüber geredet wird, desto stärker wird der Druck auf die Entscheidungsträger. Es ist beobachtbar, dass Personen, die sich derzeit um Posten und Ämter bemühen, diesem Erwartungsdruck immer mehr nachgeben.

 Gleichzeitig warnen ernst zu nehmende Wissenschaftler vor Leichtsinn in der jetzigen Phase. Eine verfrühte Öffnung der Schleusen könne zu neuen, schwer kontrollierbaren Infektionswellen führen und begleitend dazu zu Motivationsverlusten der Menschen. Deshalb empfehlen besorgte Stimmen, die Restriktionen noch ein paar Wochen beizubehalten, zumindest solange bis ein Dreierpack aus genügend Schutzausrüstung, Tracking-App und Laborkapazitäten für verlässliche Testverfahren zur Verfügung stehen. So vorbereitet lasse sich die Zeit bis zum Vorhandensein wirksamer Medikamente oder einer Schutzimpfung ohne das Risiko großer Rückschläge überbrücken.

Schlusswort

Es ist verantwortungslos zu behaupten, dass wir jetzt in grundrechtsfreien Zeiten leben. Diese vermeintlichen "Schutzpatrone der Grundrechte" haben entweder nicht begriffen, wie Grundrechte funktionieren, oder es liegt ihnen daran, Verunsicherung zu erzeugen.
Wo Menschen handeln, geschehen Fehler. Die meisten der jetzt sichtbar gewordenen Fehler liegen ursächlich in der Vergangenheit. Neue Fehler dürften vorwiegend auf Fehleinschätzungen der aktuellen Lage oder auf juristischen Abwägungsdefiziten beruhen. Ein Hauptproblem der nächsten Zeit wird die Abgrenzung sein, was wieder erlaubt wird und was nicht. Jede Öffnung eines Teilbereichs wird Unverständnis bei denen auslösen, deren Betrieb weiterhin geschlossen bleibt.

Die Erfahrung lehrt, dass eine Befreiung von einem Verbot zehn weitere Befreiungsanträge ("Bezugsfälle") nach sich zieht, eine ertragreiche Nährwiese für Anwaltskanzleien. Das Bundesverfassungsgericht und die Verwaltungsgerichte haben inzwischen die ersten Korrekturen - vorwiegend im Bereich des Versammlungsrechts - vorgenommen. Hunderte werden folgen.

Das Frühjahr 2020 hat uns vor schwere Herausforderungen gestellt. Auch im Sommer wird es noch bedrückende soziale Abstürze geben. Und viele Menschen werden noch Opfer des Corona Virus werden. Es wird vermutlich lange dauern, bis wieder normale Verhältnisse herrschen. Mehr als das: Wahrscheinlich wird das neue Normale anders sein als es das alte war.

Aber ich bin zuversichtlich, dass der Rechtsstaat die Prüfung bestehen wird.



Peter Vonnahme war bis zu seiner Penionierung Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München. Er ist Mitglied der deutschen Sektion der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA). Von 1995 bis 2001 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Neuen Richtervereinigung (NRV).


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