Montag, 18. Juni 2018

Ein- oder Zwei-Staaten-Lösung



Referat von Dr. Ludwig Watzal - 7. Dezember, "Cafe Palästina" in Bonn -  "Institut für Palästinakunde"

Dr. Izzeddin Musa




"Die Ein-Staaten-Lösung für Israel/Palästina werde kommen, aber nicht wie sich deren Befürworter sie sich in Form eines bi-nationalen Staates wünschen, sondern nur in einem erweiterten Staat Israel", so eine von zahlreichen provokanten Thesen des Nahostexperten Dr. Ludwig Watzal, der am Sonntag, 7. Dezember,  im Rahmen der Veranstaltungsreihe von "Cafe Palästina" in Bonn, die vom "Institut für Palästinakunde" organisiert wird, vertreten hat. Gleichwohl betonte der Referent, dass er hoffe, die Palästinenser würden ihr Recht auf Selbstbestimmung in einem eigenen Staat, der diesen Namen auch verdient, zuerst realisieren, bevor über weitereIntegrationsformen spekuliert werden könne.

Bevor der Referent die Debatte Ein- versus Zwei-Staaten-Lösung darstellte, ging er auf einige zentrale Wegmarken der palästinensischen Katastrophen ein, beginnend mit der Al-Nakba, die 1948 im Zuge der Staatsgründung Israels zur Vertreibung von 700.000 Palästinensern führte. Seither sei die Entwicklung dieses Volkes von weiteren Katastrophen begleitet worden.  Ausdrücklich erwähnte er Israels Präventivkrieg vom Juni 1967, der zur weiteren Vertreibung von 300.000 Menschen führte, sowie die Unterzeichnung der so genannten Osloer-Abkommen. Durch sie sei erstmalig eine ehemalige Befreiungsbewegung zum Subunternehmer der Besatzungsmacht degradiert worden. Einem Nelson Mandela, mit dem sich Arafat verglichen sehen wollte, wäre diese Haltung niemals in den Sinn gekommen.

Ludwig Watzal erläuterte weiterhin, welche historischen Ereignisse sich negativ auf die Entwicklung in Palästina ausgewirkt haben. So sei der Zusammenbruch der Sowjetunion nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für andere arabische Regimes eine geopolitische Katastrophe gewesen, weil sie der Eroberung durch das US-Imperium Tür und Tor geöffnet habe. Die so genannte "Neue Weltordnung", die von George W. H. Bush verkündet worden sei, habe sich letztendlich als Einfallstor für neue Eroberungen entpuppt.
Auch die von den USA initiierte und von der untergehenden Sowjetunion mitgetragene Madrider Friedenskonferenz 1991 habe zu nichts geführt, weil, wie der damalige israelische Ministerpräsident Yitzhak Shamir nach seiner Wahlniederlage gegen Yitzhak Rabin erklärt hat, dass er noch weitere zehn Jahre mit den Palästinensern verhandelt hätte, ohne dass es zu einem Ergebnis gekommen wäre. Hinter dem Rücken der offiziellen palästinensischen Verhandlungsdelegation habe der jetzige Präsident Abbas und Ahmad Qurei die Verhandlungen in Oslo geführt, die zu der territorialen Katastrophe für die Palästinenser geführt habe, die heute in Palästina herrsche. Auch die Verhandlungen in Camp David im Juli und August 2000 hättensich für die Palästinenser verheerend ausgewirkt, weil Präsident Bill Clinton und Ehud Barak Yassir Arafat für das Scheitern verantwortlich gemacht hatten, obgleich alleine Barak für das Scheitern verantwortlich war.  Sein Ausspruch "there is no partner for peace" habe der zionistischen Friedensbewegung den Todesstoß versetzt.
Barak verlor die Wahlen und Ariel Sharon wurde Ministerpräsident. Die Anschläge vom 11. September 2001 dienten Sharon als Vorwand, "Arafat zu seinem Bin Laden" zu erklären und so mit ihm zu verfahren, wie die US-Amerikaner mit Afghanistan getan haben. Sharon zerlegte die Palästinensische Autorität (PNA) in seine Einzelteile und setzte Arafat in seinem Regierungssitz in Ramallah gefangen, bis er 2004 todkrank nach Paris ausgeflogen worden sei und dort verstarb.

Die so genannten Friedensverhandlungen unter Ehud Olmert oder Benyamin Netanyahu seien nicht der Rede wert gewesen. Wie weit die palästinensische Kompromissbereitschaft gegangen sei, machte der Referent an dem Ausspruch von Saeb Erekat gegenüber Zivi Livni deutlich: "The only thing I cannot do is convert to Zionism." Dieser Ausspruch habe gezeigt, dass die Palästinenser um Abbas bereit waren, alles zu geben, aber dies sei Israel immer noch nicht genug gewesen. Erekat sagte zu Livni: „You have now the greatest Israel you ever had", worauf sie antwortete: „It's not enough.“

Die politische Entwicklung und die renitente Haltung der rechtsnationalistischen israelischenRegierung habe u. a. auch dazu geführt, dass das Konzept einer Ein-Staaten-Lösung, das bereits in den 1930er Jahren gescheitert sei, wieder von einigen Aktivisten in die Debatte eingeführt worden sei. Konferenzen zu diesen Fragen fanden in Madrid, London, Haifa, Texas und zuletzt 2010 in Stuttgart statt. Ein wichtiges Argument der Ein-Staaten-Vertreter ist: Alle Versuche, den Nahostkonflikt durch die Schaffung eines zweiten Staat für die Palästinenser zu lösen, seien gescheitert. Ebenso spreche die Entwicklung vor Ort gegen eine Zweistaatenlösung, weil sie von einer Symmetrie der Macht zwischen der Kolonialmacht und den Kolonisierten ausgehe. Ebenso spreche gegen eine Zweistaatenlösung nach Ansicht der Befürworter einer Ein-Staaten-Lösung die Tatsache, dass in ersterer die israelischen Palästinenser weiterhin Bürger zweiter Klasse blieben und den Flüchtlingen ihr laut UN-Resolution verbrieftes Recht auf Rückkehr verweigert werden würde. Weiter wird behauptet, dass eine international angestrebte Zweistaatenlösung keinen lebensfähigen palästinensischen Staat schaffen könne und dass eine palästinensische und jüdisch-israelische Unabhängigkeit in eigenen Staaten die fundamentalen Ungerechtigkeiten beseitigen könne. Da es bisher nur den Staat Israel gibt, kann über diese Frage erst verhandelt werden, wenn ein unabhängiger Staat Palästina von der internationalen Staatengemeinschaft etabliert und anerkannt worden ist.

Für eine Zweistaatenlösung spreche nicht nur der Teilungsplan der Vereinten Nationen vom 29. November 1947 (Resolution 181 der UN-Generalversammlung), sondern auch in dessen Folge alle weiteren UN-Resolutionen, seien sie vom UN-Sicherheitsrat oder der UN-Generalversammlung verabschiedet worden. Keiner der 193 Mitgliedstaaten der UNO trete für die Ein-Staaten-Lösung ein. Selbst die PLO hatte sich mit der Proklamation des Staates Palästina am 15. November 1988 in Algier für die Zwei-Staaten-Lösung entschieden. Dieser Staat sei bis dato von 135 Staaten diplomatisch anerkannt worden. Dass der Durchbruch noch nicht gelungen sei, liege an der Verweigerungshaltung Israels und der USA sowie einiger westeuropäischer Staaten. Immerhin habe Palästina seit dem 20. November 2012 Beobachterstatus in den Vereinten Nationen, aber kein Stimmrecht. Der Staat Palästina habe jedoch das Recht, die israelischen Kriegsverbrechen und Menschrechtsverstöße vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Anklage zu bringen. Das Argument, dass schon unumstößliche Fakten vor Ort geschaffen worden seien, ließ der Referent nicht gelten und verwies in diesem Zusammenhang auf den Rückzug und Abriss von Siedlungen im Sinai und im Gazastreifen. Auch habe Frankreich nach der Unabhängigkeit Algeriens eine Million Franzosen umgesiedelt.

Watzal verwies noch auf den Vorschlag von Wirtschaftsminister Naftali Benett, den dieser am 5. November in der "New York Times" gemacht habe. Darin hat dieser für eine Unterstellung der C-Zone unter israelische Souveränität plädiert. Den dort lebenden zirka sechs Prozent der Palästinenser sollte die israelische Staatsbürgerschaft gegeben werden. Im A- und B- Gebiet sollte die Palästinensische Behörde aufgewertet werden. Dort könnten sie ihre eigenen Dinge regeln. Ein zukünftiges palästinensisches Staatsgebilde werde weder über ein eigenes Militär noch über die Kontrolle der Außengrenzen verfügen. Eine Zwei-Staaten-Lösung schloss Benett aus.

An den Innenminister Dr. Friedrich


Dr. Izzeddin Musa in einem Brief an den Innenminister 
betr. BpB und Thomas Krüger                                                 03.02.2012



Sehr geehrter Herr Innenminister Dr. Friedrich,

mit großem Interesse habe ich die Berichterstattung über den Prozess zwischen der BRD und Dr. Ludwig Watzal gelesen; ich hoffe, Sie haben es auch getan oder wenigstens Ihre Zuarbeiter. Wie ich aus der Berichterstattung weiter entnehmen konnte, hat sich Ihr „Parteifreund“ Dr. Hans-Peter Uhl – ein „Abgeordneter“ - bei Ihnen darüber beschwert, dass Watzal die unabhängige jüdische Zeitschrift „Der Semit“ erwähnt haben soll, was er wohl für ein „Verbrechen“ gehalten hat. Auch Ihr CSU-Generalsekretär hat ein Verbot der Partei Die Linke gefordert! Jetzt wundert mich gar nichts mehr. Anscheinend ist das demokratische Bewusstsein in Ihrer Partei so wenig ausgeprägt, dass durch eine Kommission ein eventuelles Parteiverbotsverfahren gegen die CSU insgesamt geprüft oder wenigstens ein Parteiausschlussverfahren gegen diese beiden Herren wegen mangelnder demokratischer Verwurzelung eingeleitet werden sollte.

Ich verfolge schon seit Jahren das öffentliche Mobbing Ihres Angestellten Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, das er zusammen mit den extremistischen Kreisen der Israellobby gegen seinen ausgewiesenen Nahostkenner Watzal betreibt. Krüger verstößt eklatant gegen die gesetzlich garantierte Fürsorgepflicht gegenüber seinem Mitarbeiter. Seine Pflicht ist es, sich schützend vor seinen Mitarbeiter zu stellen, wie es das Gesetz verlangt, aber er und sein Pressesprecher, haben Dr. Watzal öffentlich der Israellobby zum Fraße vorgeworfen, weil er nur eine andere Meinung vertritt als diese. Soweit mir bekannt ist, sind Sie auch der „Verfassungsminister“. Ich brauche Sie bestimmt nicht auf GG Artikel 5 hinzuweisen.

Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, ist es nicht das erste Mal, dass sich Krüger völlig daneben benimmt. Das scheint dieser „ehrlichen Haut“, so ein Wahlspruch dieses feinen Herren, zu seiner zweiten Haut geworden zu sein. Zahlreiche Beschwerden über Krüger gingen auch bei Ihrem Vorgänger, Herrn Dr. Schäuble, ein. Unerklärlicherweise hat Krüger sie alle politisch überstanden. Sie wissen auch, dass er von Otto Schily als SPD-Versorgungsfall in der Bundeszentrale untergebracht worden ist. Ihr damaliger „Parteifreund“ Dr. Reichert wurde weg gemobbt.

Herr Minister, das Problem ist nicht der Nahostexperte Dr. Ludwig Watzal, dessen zahlreiche Veröffentlichungen ich Ihnen nur wärmstens empfehlen kann, sondern Herr Krüger, der sich wohl nur als Israellobbyist und Unterstützer von Hetzveranstaltungen gegen den Iran über Wasser halten kann.

Anstatt durch Ihre Spitzelzentrale in Köln demokratisch-gewählte freie Abgeordnete des Deutschen Bundestages (Die Linke) bespitzeln zu lassen, sollten Sie lieber ihre Schlapphüte auf Krüger ansetzen, um seine fragwürdigen Umtriebe und seine Verschleuderung von Steuergeldern endlich zu stoppen.

Bitte teilen Sie mir mit, was Sie gegen Krüger unternehmen werden und wie Sie den Ruf von Dr. Watzal wieder herstellen wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Izzeddin Musa 


Besonders lesenswert: www.watzal.com Und zur Erheiterung das Wahlplakat Ihres Angestellten Krüger. http://www.palaestina-portal.eu/Ludwig_Watzal/BRD_gegen_Ludwig_Watzal_12.1.2012.htm
 

Die nichtssagende Antwort des Ministers Büro - kläglich u. erbärmlich:


Datum: Tue, 20 Mar 2012 15:24:58 +0100
Von: GI5@bmi.bund.de
An: izzeddin.gaza@gmx.de
Betreff: Bundeszentrale für politische Bildung

 
Sehr geehrter Herr Dr. Musa,

im Auftrag von Herrn Bundesinnenminister Dr. Friedrich darf ich Ihnen auf
Ihre E-Mail vom 3.02.2012 mitteilen, dass die von Ihnen bezüglich der
Bundeszentrale für politische Bildung und ihres Präsidenten vorgetragenen
Einschätzungen seitens des Bundesministeriums des Innern nicht geteilt
werden.

Im Übrigen nimmt unser Haus zu Personalangelegenheiten - wie von Ihnen mit
dem Arbeitsgerichtsverfahren Watzal angesprochen- nicht öffentlich Stellung.


Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Dembski

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Horst Dembski
________________________
Referat G I 5
Bundesministerium des Innern
E-Mail: Horst.Dembski@bmi.bund.de
Internet: www.bmi.bund.de

Sonntag, 20. Mai 2018

Erschütternder Brief aus Gaza


Empfänger: Kanzlerin Merkel, Bundesregierung, Außenminister, Bundestag, SPD-Fraktion und -vorstand.
CC: Presse und Medien
BC an Gleichgeasinnte


Ich leite diesen Brief/Bericht aus Gaza weiter, vielleicht wacht das Gewissen 
aus dem tiefen Schlaf.

Frau Bundeskanzlerin, 
ist Israel das Land, das zu unserer "Staatsräson" gehört?
Ihre Antwort sehe ich gerne entgegen. Ich hoffe, Sie trauen sich. 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Izzeddin Musa
Am Bonner Graben 19
53343 Wachtberg

Ein Wort noch zum Heiko Maas, der Außenseiterminister, von dem es sich nicht lohnt zu reden, nur soviel. Er ist ein Super-GAU für Deutschland und für die zivilisierte Welt. Ganz besonders für seine 16-Prozent-Volkspartei-SPD. Er ist die größte Fehlbesetzung und die allergrößte Schande für Deutschland seit Menschengedenken. Ist das etwa die Strafe der SPD an die Menschheit, weil sie in die Wählergunst zu absackte? Ein Armutszeugnis für die SPD und ganz besonders für Deutschland. Aber auch eine Zumutung für die übrige Welt.


Sehr geehrte Damen und Herren,  liebe Freundinnen und liebe Freunde,

Gaza am 15 Mai 2018

Meine letzte Email hatte ich mit den Sätzen: „Ich bin wütend“ und „ich bin verzweifelt“  begonnen. Nach den Ereignissen gestern, bin ich nun sprachlos, fassungslos, machtlos, ohnmächtig. Und um ehrlich zu sein, weiß ich nicht so recht, wie ich in Worte fassen kann, was in mir vorgeht, was ich zum Ausdruck bringen möchte. Denn es ist gestern ein Verbrechen/Blutbad geschehen, es wurde ein Massaker verübt, das zum Himmel schreit.


Die Täter sind die Soldaten und Befehlshaber und letztlich die Regierung „der einzigen  Demokratie im Nahen Osten“. Die Opfer sind die unbewaffnet demonstrierenden Palästinenserinnen und Palästinenser an der von Israel festgesetzten Grenze zwischen dem  Gazastreifen und Israel. Die Demonstranten mit leeren Händen, nur mit Mut und Courage ausgerüstet. Sie tragen keine Schutzanzüge, keine Gewehre, keine Zielfernrohre wie die  Soldaten auf der anderen Seite. Diesen Soldaten wurde kein Haar gekrümmt, keiner von ihnen wurde verletzt. Aber sie schießen auf Männer, Frauen und Kinder. Es gibt Videos, in denen zu hören ist, wie sie sich über einen „Treffer“, einen Erschossenen freuen. Das ist so unglaublich menschenverachtend, dass ich laut schreien möchte.


Seit fast 12 Jahren leben wir im größten Freiluftgefängnis der Welt. Wie der Alltag in diesem  Gefängnis aussieht, habe ich Ihnen schon oft beschrieben. Strom bekommen wir vier Stunden täglich, das Wasser aus der Leitung ist sehr salzig oder mit Abwasser vermischt, also ungeeignet um zu duschen oder um Gemüse oder Obst damit zu waschen. Die Jugendlichen haben keine Hoffnung, sie sehen keine Perspektive, sie sehen sich auch als Opfer der Besatzung, der Abriegelung und der zerstrittenen palästinensischen Gruppen. Inzwischen sind fast 70% von ihnen arbeitslos. Die Jugendlichen kennen nichts anderes als das Leben mit permanenten Problemen, denn mal mangelt es an Brennstoffen bzw. Kochgas, mal an Grundnahrungsmitteln, vor allem auch an Medikamenten. Und die Familienmitglieder, die überhaupt Arbeit haben, bekommen oft ihr Gehalt nicht. Es ist ein Leben, das nicht nur zornig und wütend macht, sondern das auch krank macht, oft genug körperlich krank aber vor allem psychisch krank.


Gestern bin ich am Rande der Demonstration in Gaza Stadt gewesen. Ich habe die vielen  Menschen gesehen, junge und alte Menschen, Männer und Frauen, auch Kinder mit ihren Eltern. Danach kehrte ich heim und kaum war ich Zuhause, da erfuhr ich, dass der 17 Jahre alte Sohn meiner Cousine erschossen worden war. Danach kamen Meldungen, dass weitere Verwandte von mir verletzt wurden. Einige hatten Schusswunden an den Beinen, andere an der Brust und weitere hatten Bauchschüsse erlitten. Manche von ihnen wurden sofort in den  Krankenhäusern operiert, andere warten darauf, ins Ausland verlegt zu werden, denn es fehlen geeignete medizinische Geräte oder Medikamente. Ob man sie aus Gaza raus lässt, weiß ich nicht.


Ich lief sofort los, um meine Verwandten im Krankenhaus zu besuchen. Es fällt mir immer  schwer, ein Krankenhaus zu betreten, aber was ich diesmal sah, das übersteigt alles, was man sich vorstellen kann. Verletzte in den Gängen, überall Blut, die Patientenräume überfüllt.


Während ich schreibe, klingen mir noch das Stöhnen und die Schmerzensschreie in den Ohren. Ich konnte sehen, wie sehr die Ärzte und das gesamte Personal alles taten, was in ihrer Macht stand, um zu helfen, um in all diesem Elend zu funktionieren. Über 2700 Menschen sind verletzt worden. Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, so viele Verletzte zu versorgen. Das ist selbst in einer Stadt in Deutschland kaum möglich.

60 Menschen wurden erschossen, 60 Menschen ließen ihr Leben, während die Welt die  fröhlichen Gesichter der Regierungen, die in Jerusalem feierten, im Fernsehen sehen konnte.



Unser Leid interessiert die Welt nicht. Die, die sowieso auf der Seite der fröhlichen Gesellschaft stehen, die mit ihnen, was auch immer sie tun, uneingeschränkt sympathisieren, geben den zynischen Rat, dass wir still sein sollen, dass wir uns damit abfinden sollen für alle Zukunft unter Besatzung zu leben.

Ein Bruder von mir arbeitet im Krankenhaus und sagte mir, ich möge doch nach Hause gehen, denn der Anblick dieses Elends könne ich nicht ertragen. Wie recht er hatte. So blieb ich nur kurz bei meinen Verwandten und machte mich auf den Heimweg. Ich weiß gar nicht mehr, wie das war. Ich lief wie ein Automat. Alles ging mir durch den Kopf. Zu Hause angekommen, fiel ich sofort ins Bett. Ich fühlte mich ganz elend. Aber das Einschlafen war sehr schwer, denn weder die Bilder der Verletzten aus dem Krankenhaus konnte ich verdrängen noch den Geruch vom Blut konnte ich loswerden. Heute war ich dann bei den Familien der Erschossenen, um ihnen mein Beileid zum Ausdruck zu bringen. Die Toten sind nun begraben. Und sie werden nicht zum Leben erweckt werden. ABER was ist mit den vielen Verletzten? Wie werden sie ihr Leben weiterführen können, wenn ihre Beine amputiert wurden oder wenn sie gelähmt werden oder wenn sie nicht mehr sehen oder hören können. Die Mehrheit der Verletzten ist unter 30 Jahre alt. Und sie haben nun kaum eine Zukunft vor sich.

Gewalt erzeugt Gegengewalt, das ist bekannt. Jeder Präsident bzw. Regierungschef muss alles  tun, um sein Land zu beschützen. Das ist auch bekannt.  Nun stelle ich aber Fragen, auf die ich keine Antwort habe:

- Ist der Einsatz von diesen Waffen gegen zivile und unbewaffnete Demonstranten  legitim bzw. rechtens?


- Sind unbewaffnete Demonstranten so gefährlich für die Sicherheit einer Besatzungsarmee, die zur stärksten der Welt gehört?

- Gibt es keine anderen Wege, auf Demonstrationen zu reagieren als mit scharfer Munition gezielt zu schießen?

- Was sagte das internationale Gesetz?

- Darf sich ein Land ungestraft über internationale Gesetze und Menschenrechte  hinwegsetzen?

- Handelten die schwer bewaffneten Besatzungssoldaten tatsächlich aus „Notwehr“, wie  sie behaupten? Wurde auch nur einer der Besatzungssoldaten verletzt?

- Darf ein Land ein anderes Land 50 Jahre und mehr einfach besetzen und das Leben der Menschen unerträglich machen? Ist es nicht Aufgabe der Weltgemeinschaft,  dem Einhalt  zu gebieten?

- Wie kann es sein, dass der deutsche Bundesaußenminister sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzen will, aber wenn es um die Menschenrechte der Palästinenser  geht, dann schweigt er?

- Im ersten Absatz des deutschen Grundgesetzes heißt es „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Ich will nichts mehr als in Würde, in Ruhe und in Frieden mein Leben leben und es gestalten, wie ich es mag und nicht wie eine andere Macht oder wie der Stärkere es mir vorschreibt.


Mit dieser extremen Gewalt seitens der Besatzung kann kein Frieden entstehen und solche  unmenschlichen Kollektivstrafmaßnahmen werden weder uns, noch unseren Nachbarn Frieden bringen.

Zum Thema der Verlegung der US-Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem werde ich in meiner nächsten Mail schreiben. Heute musste ich erst einmal loswerden, was ich gestern hautnah erlebt habe.

Mit traurigen Grüßen aus Gaza

Ihr

Abed Schokry

Dienstag, 27. Februar 2018

Amerika, es reicht!




Im Yellowstone-Nationalpark  brodelt es gewaltig. Geologen, Geophysiker und Vulkanologen   erwarten   beim   Ausbruch   einen   Super-GAU.   Eine   präzise Vorhersage für den Ausbruch ist wissenschaftlich nicht möglich. Es ist nur eine Frage der Zeit, er könnte heute,  morgen oder auch erst später ausbrechen. Definitiv, er wird ausbrechen. Die  Auswirkungen werden verheerend und auf dem gesamten Globus  zu spüren sein. Sie werden  Zerstörung, Ruin und Chaos, je nach Entfernung vom Mittelpunkt des Geschehens, hinterlassen. Man denke nur an das Sauriersterben vor etwa 60 Millionen Jahren am Ende der Kreidezeit.

Natürlich werden die USA unmittelbar betroffen sein, und die Verwüstungen werden dort verheerend sein. Hätten wir dann, wenn es soweit kommt, endlich Ruhe   und   Frieden   auf   Gotteserden?   Ja   und   nein,   wenn   nur   ein   einziger Evangelikaner, ein christlich-zionistischer Amerikaner oder Handlanger,   das Inferno überleben würde.

Es   ist   nur   Jammerschade,   dass   die   meisten   Amerikaner,   die   eigentlich unkomplizierte, einfache,   freundliche und liebe Menschen sind, die mit den Kriegsverbrechern der Politikerkaste und ihrer Lügner in den Vasallenmedien nichts am Hut haben, mit hinein gezogen werden.

Macht der Evangelikalen

Die Amerikaner, getrieben von den zionistischen Christen, sog. Evangelikale, und vom zionistisch-rassistischen Gebilde Israel und seinem US-Handlanger AIPAC, finanziert von den totalitären Monarchien am Golf, an der Spitze das wahhabitische   Saudi   Arabien,  gefolgt   von   US-Satellitenstaaten   in   Europa Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die alles tun, um die Nahost-Region, nach den Wünschen Israels umzugestalten. 



Im   Schlepptau   befinden   sich   die   meisten   Mainstream-Medien   und   ihre Auftragsschreiber. Sie alle haben keine Gewissen, sind charakter-, ehr- und würdelos und scheuen vor keiner Lüge und Manipulation zurück. Sie  wollen den Widerstandsblock, gerichtet gegen die hegemoniale Herrschaft des Westens, angeführt von den USA, brechen.

Die Menschenlebenverachter im Oval Office  haben durch fabrizierte Lügen, den Irak und Libyen zerstört, millionen Menschen ermordet und jetzt sind  Syrien, Hisbollah, Qassam- und Islamischer Jihadbrigaden in Gaza an der Reihe. Aber auch danach sollen  der Iran, Russland und China angegriffen werden.

Heuchler der westlichen Wertewelt

Seit wann sind die Heuchler in der westlichen Welt und im zio-arabischen Lager am Golf um das Wohl und das Leben der Menschen in der Ost-Ghouta in Syrien besorgt? Warum seid ihr nicht besorgt über die Tausende unschuldige Opfer, Kinder, Frauen, Greise, Mensch und Tiere sowie die gesamte Infrastruktur im Jemen? Wieso sorgt Ihr euch nicht über die Million Kinder, die an Cholera erkrankt sind, und reicht ihnen eine helfende Hand? Habt ihr etwa nicht die Körper der Kinder, die bis auf das Skelett abgemagert sind gesehen?  Warum schweigt ihr Heuchler?

Das ganze Unheil und die Massaker dort, geschehen auch mit DEUTSCHEN WAFFEN in saudischer Hand, sprich Mohammed Bin Salman, dem Kronprinzen  und eigentlicher Herrscher in Saudi-Arabien. Warum regt sich hier kein Mitgefühl bei Merkel und Co., lieber sagt sie: „Wir schaffen das“? Stattdessen eilt sie zu den Kameras, wie die Heuchler in Großbritannien und Frankreich, und verurteilt die Luftangriffe   gegen   Mörderbanden,   die   vom   Westen   und   den   Zio-Arabern gehätschelt   und   getätschelt   werden. Aber   der   ununterbrochene Raketenbeschuss   und   die   Geschosse   der   Terroristen   auf   Damaskus,   die unschuldige Menschen töten, werden mit keiner Silbe erwähnt.

Die Jüdin Merkel, wäre sie 2003 im Amt gewesen, hätte sie an der Kinder-Tötungsorgie im Irak, ohne mit der Wimper zu zucken, mitgemacht. Genau wie Madeleine Albright, die eine Rechtfertigung für 500.000 getötete Kinder im Irak fand, als sie sagte: sie seien die Sache wert gewesen?  Immerhin sind deutsche Soldaten in 13 Auslandseinsätze aktiv. Ist das, was man auf Hochdeutsch übersetzt: „Nie wieder Krieg“? Oder heißt die merkel’sche „Staatsräson“ auch „Nie wieder Krieg“?

Wieso redet man nicht über Napalm und  Agent Orange in Vietnam, wo die USA Land und das Land verwüstet und verbrannt sowie Millionen Menschen getötet haben? Was ist mit den guten und gesegneten Atombomben über Hiroshima und Nagasaki? Aber die Bomben von Assad, die gegen das „Böse“ eingesetzt werden, sind böse und schlecht. Sie  sind ja nicht „Made in USA“.

Das sind nur einige Beispiele, die stellvertretend für eine unendliche Liste von unmenschlichen Gräueltaten der USA und ihrer Satelliten in der westlichen freiheitlich-demokratischen Wertewelt stehen.

Die Machiavellisten

Um eigene Ziele und Interessen zu verwirklichen, scheuen die Amerikaner vor Nichts zurück. Keiner kann die Initiierung von Perle Harbour, wo 3000 Soldaten ihr Leben lassen müssten, damit Roosevelt den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg rechtfertigen   konnte,  übersehen.   Amerika   hat   seine   Elite-Soldaten   gerne geopfert, um eigene Interessen durchzusetzen. 

Die Erinnerung an 9/11 ist noch nicht verblasst. Um den „War on Terror“, gemeint „War on Islam“, einen Grund  geben zu können,  wurden auch hier ca. 3000  Menschenleben geopfert. Alles deutet daraufhin, dass es ein "inside job" war und nichts mit dem von der CIA aufgebauten Osama bin Laden zu tun hatte.

Man kann ohne Bedenken behaupten, wenn es bei den Amerikanern um eigene Interessen geht,  lassen sie  Machiavelli zu Wort kommen: „Der Zweck heiligt die Mittel."

Der   sogenannte   Islamische   Staat   (IS)   ist   eine   Kreation   der   USA,   quasi Abfallprodukt des Irakkriegs, geschaffen, um die gesamte Region in viele  kleine Teile zu zerstückeln, für eigene und für Interessen des zionistischen Gebildes.

Eine unheilige Allianz

Ohne den legitimen Präsidenten von Syrien zu fragen, bilden die USA, mit Briten und Franzosen, eine unheilige Allianz, die angeblich Daesh bekämpfen will. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Zusammen mit dem zionistischen Regime haben sie Daesh mit Waffen, Munition und anderen Kriegsgerät beliefert. 

Die USA haben Raqqa und Mosul dem Erdboden gleich gemacht? Wohl stets um Daesh zu schützen und ihm den Abzug zu sichern, um ihn, nach Bedarf, wo anderes einzusetzen. Tausende Zivilisten wurden mit „guten“ US-Bomben in beiden Städten ermordet, was in den Vereinten Nationen und den „guten“ westlichen Propaganda- Medien keine Erwähnung fand.

Inzwischen ist Daesh fast besiegt und die USA haben dafür gesorgt, dass die Terroristen freies Geleit bekamen. Sie werden weiter von den USA und den Golfdemokratien bezahlt und, für den nächsten Einsatz,  trainiert. Obwohl illegal in Syrien weigern sich die USA Syrien zu verlassen. Sie haben sich im Nordosten, östlich des Euphrats, völkerrechtswidrig   eingenistet.   Sie   wollen   dort   30.000   Tausend   Kurden militärisch ausbilden und gegen das Assad-Regime einsetzen. Im diesem Gebiet befinden sich immense Öl- und Gasvorkommen, die den US-Energiehunger stillen können. Spätestens jetzt weiß man, worauf es die USA stets abgesehen haben: Erdöl und andere Rohstoffe.

Die Lösung  

Die Resolution des UN-Sicherheitsrates 2401 vom 25. Februar ist von den USA und Vasallen dafür bestimmt, den Terrorgruppen in Ghouta eine Atempause zu verschaffen und sie wieder bis an die Zähne zu bewaffnen, damit sie das syrische System doch noch zu stürzen. Dafür haben die   USA einen scheinbar neutralen Kuwaiti und noch neutraleren   Schweizer   ausgesucht,   die   den   Resolutionsentwurf   einbringen sollten.  Sie   haben   jedoch   nicht   bedacht,   dass   ihr  dreckiges und  hinterhältiges   Spiel durchschaut worden ist. Schließlich, nach erheblichen Korrekturen, wurde die Resolution einstimmig verabschiedet, die sich im Nachhinein als eine Farce erwiesen hat.

Die Russen sind die einzige seriöse Partei in diesem mörderischen Spiel. Sie haben einen sicheren Korridor für den Abzug der Zivilisten bereitgestellt, aber die Terroristen haben sich dagegen ausgesprochen. Sie wollen die Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen. Eins ist sicher, die Entscheidung, die Terroristen zu eliminieren, ist gefallen. Keiner kann daran etwas ändern. Auch nicht, wenn die USA die alte Leier von der Chemiewaffe wieder ausspielen. Alle bisher eingesetzten Chemiewaffen wurden von Terroristen gezündet, um den Westen zur direkten Intervention zu zwingen. Fehlgeschlagen.

Die Lösung des Syrien-Problems ist sehr einfach. Der Westen muss damit aufhören, die islamistischen Mörderbanden und Söldner zu finanzieren und zu bewaffnen.   Er   muss   einfach   aus   Syrien   verschwinden.   Die   westliche Doppelmoral ist unerträglich. Eine andere Lösung gibt es nicht. Andernfalls lassen wir den Yellowstone auch noch in Europa hochgehen. 


Wachtberg, 25.02.2018


Montag, 12. Februar 2018

Bibi Netanyahu - Ein strahlender Sieger!



http://www.shia-forum.de/index.php?/topic/39326-ein-strahlender-sieger/



"Die Glorreichen FÜNÜF!!!"
Bibi nur einen Schritt hinter Obama!?



Einer pfeift, und alle kommen in die „Höhle des Löwen“. Netanyahu hat die Vierer Bande in Washington um sich versammelt, wohl gemerkt, erst nachdem er ihr sein Diktat und seine Bedingungen auferlegte, mit dem (geheimen!) Ziel, die Palästina-Frage endgültig zu liquidieren. Er hat zwei Präsidenten, einer davon, Barack, ist der „Mächtigste“ überhaupt auf Gottes Erden, ein anderer sitzt am Nil und heißt Mubarak, ein dritter „Möchtegernpräsident“, mit Sitz in Ramallah und ein König vom Jordan. Er zitierte und sie kamen alle, auf Knien gekrochen. Er hat sie alle schon beleidigt, erniedrigt und gedemütigt. Alle gehorchten ohne Widerspruch, höchstens war ein stilles Murren zu vernehmen. Nun, mit Recht kann man ihn als den „strahlenden Sieger“ betrachten.
Obendrauf ist dem Sieger noch ein riesiger Coup gelungen. Er, Benjamin Netanyahu, der „Mann des Friedens“, nannte Abbas in Washington „My Partner For Peace“, und siehe da, alle fielen darauf rein, sicherlich auch die übrige westliche Welt. Und so holte er sich und seiner maßlos extremistischen Regierung fein säuberlich aus der internationalen Isolation heraus. Sie haben nicht bemerkt, oder nicht bemerken wollen, dass gleichzeitig, der ehemalige Nachtclub-Türsteher, Avigdor Lieberman, in Israel vor die Kameras ging, um die, ohnehin unberechtigten, Hoffnungen auf einen Friedensabschluss zu dämpfen. Zunächst hieß es, er glaube nicht, dass ein Abkommen in einem Jahr zustande kommen würde. Dann hat er es ausgespuckt, er glaube noch nicht einmal, dass ein Friedensabkommen überhaupt in dieser Generation zustande kommen könnte. War das etwa nicht von Anfang an so geplant und mit Netanyahu und der ganzen Zionisten-Regierung abgesprochen? Doch wohl. Ein genialer Schachzug eben, der, Mahmoud Abbas, Hosni Mubarak und Abdallah vom Jordanien Schach matt setzte. Bei Obama ist es anderes. Denn, beinahe könnte man sogar vermuten, dieser Coup war auch mit ihm in aller Stille abgesprochen worden. Er benötigt ein Ablenkungsmanöver, eine Zustimmung und ein Wohlwollen der arabischen Vertreter, damit er gegen die Widerstandkräfte in Libanon und in Palästina, sowie gegen die Länder Syrien und Iran vorzugehen. Sicherlich auch, um seine Schweinereien in Irak und Afghanistan zu vertuschen. Jedenfalls, dürften die drei orientalischen Basaroberhäupter unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen, jedoch mit dem Gefühl, sie hätten den mächtigsten „Friedensmann“ auf ihrer Seite. Sie haben nicht bemerkt, dass die Hauptsache war, dass der Bibi, der es war, der sie alle KO geschlagen und sein Ziel erreicht. Armes, auch arschdummes, Arabervolk!!!

Es sollte noch etwas anderes, wohl wichtigeres, in Washington erreicht werden. Jeder der Teilnehmer hat sich sein eigenes Ziel gesetzt. Bei Netanyahu wissen wir schon das „Erdachte“. Wir lassen nun Mubarak den Vortritt, der nur noch als eine „Mumie“ im Weißen Haus hinter den anderen herumgeisterte und zwischen ihnen herum taumelte und wie benommen schwankte. Er machte das ganze Komödiantentheater mit, nur um das Wohlwollen und die Gunst der Amerikaner zu erhaschen, damit sie ihm, beim Vererben des ägyptischen „Throns“, an seinem Sohn Jamal, unterstützen. Ihm wäre es dabei ganz egal, ob Ägypten vom Nilwasser abgeschnitten, ob das ganze Volk an einer Hungerskatastrophe leiden und absterben wird, oder gar eine andere Naturkatastrophe übers Land hereinbrechen würde. Hauptsache ist die, auf ewigen Zeiten von Gott gepachtete Macht bleibt in der Familie und Jamal wird der nächste „Pharao“.
In Ägypten hat der alte Pharao, um seine Macht zu sichern, seit seiner Machtsübernahme, sprich „Thronbesteigung“, im Oktober 1981, acht Tage nach der Hinrichtung Sadats, den nimmerendenden Ausnahmezustand verhängt. So blieben die dreckigen Machenschaften des Gewaltregimes verborgen. Keiner darf darüber ein Wörtchen verlieren, als Gegenleistung, dass Mubarak, gegen den Iran wittert und die Gefahren seines „nichtexistenten“ Atomprogramms anprangert. Das hat er sogar vor den Kameras in Washington getan. Der Pharao enttäuscht seine Herren nicht und erhöht den Druck auf Abbas, damit der ewige und gewiefte „Oslo-Verhandler“ die „Usraels-Demütigungsdiktate eines vergewaltigten und Utopie-Friedens für Palästina akzeptiert.

Um Mubarak zu verstehen, sollte man etwas über ihn erfahren. Er hat seine Israel-Affenliebe und Anhänglichkeit schon 1979 entdeckt, als Ägyptens Präsident Anwar Sadat ihn zu den Camp David-Friedensgesprächen mit Israel schickte. Damit ihm keiner diese Anhänglichkeit anzweifelt und absprechen darf, regiert der Autokrat Ägypten mit Absolutismus und in aller Härte. Niemand darf, zum Beispiel, zu den Wahlurnen, wenn die Stimme dem Tyrann Mubarak nicht gegeben sollte. Die Wahl war ja „Glasnost“. Sogar Frauen werden vor den Wahllokalen mit Knüppeln geschlagen, vertrieben und ferngehalten, wenn die Wachen von ihrer Einstellung gegen Mubarak erfuhren. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn der Lakai Israels und des Westens stets ein Wahlergebnis von 99,99 Prozent der abgegebenen Stimmen erzielet hat und vorweisen kann. Das ist Muster-Demokratie, nach westlichem Vorbild, in höchster Entfaltung, im „alten Kaiserreich“ Ägypten.

Ahn der Haschemiten, König Abdallah vom Jordan hat etwas anderes vor Augen und im Kopf. Er möchte nicht, dass Jordanien als Ersatzheimat für die Palästinenser wird, was soviel wie Macht-, Einfluss- und Reichtumsverlust bedeutet. Da müssen die USA den Liebling dabei helfen, es nicht soweit kommen zu lassen. Die USA  wissen um die Schwächen des Königs, um sie an geeigneter Stelle und zu gegebener Zeit einsetzen zu können, wie die Online-Spielsucht und der Hang zum Luxus, die die Willigkeit des Monarchen, für das amerikanische Diktat, israelischem Wunsch kompatibel, erzwingen können. Deshalb war es wahrhaftig nicht schwer, ihn dafür zu gewinnen, auch auf Abbas noch mehr Druck auszuüben, um die (Un-) Friedensdiktate anzunehmen. Es wundert also nicht, wenn schon beim ersten Ertönen der „Trompeten von Jericho“ aus Washington, alle erscheinen um Wünschen nachzukommen.

Der junge Monarch scheint einige politische Raffinessen von seinem Vater Hussein und dessen Großvater Abdallah I. sowie von seiner jordanischen Großmutter Zein al Sharaf, eine Machtbesessene Frau, die die Fäden hinter den Kulissen zog, geerbt zu haben. Die Haschemiten wurden aus dem Hijaz, in Saudi Arabien, vertrieben. Nachdem Abdallah I. und sein Bruder Faisal I. am Aufstand gegen die Türken 1916 teilnahmen, sollten je ein Königreich in Irak und Syrien bekommen. Abdallah fiel dem Irak zu, dem Bruder Faisal Syrien. Die Syrer verjagten Faisal unverzüglich. Abdallah, edel wie er nun ist, verzichtete auf den irakischen Thron zu Gunsten seines Bruders und somit ging er zunächst, wie der Anschein trügt, leer aus. Um den Beleidigten, der leer ausgegangen ist, zu besänftigen, schnitt Winston Churchill 1922, seinerzeit Kolonialminister Großbritanniens, ein stück von der Landkarte Palästinas mit dem Bleistift, östlich des Jordans, ab. Er nannte es dann Transjordanien und setzte Abdallah, als der „Emir von Transjordanien“ ein. Für Abdallah war das nicht das Ende!
Unter den Haschemiten in Jordanien gab es auch einen heimatliebenden und stolzen Volkshelden, der vom Volk verehrt wurde. Talal bin Abdallah, volksnah und genügsam. Er lebte mit seiner Familie in eine bescheidene Dreizimmerwohnung in Amman. Er bestieg den Thron nach der Hinrichtung seines Vaters 1951, durch einen Palästinenser in Jerusalem, als er in die al-Aqsa-Moschee, zum Freitagsgebet, eintreten wollte. Hussein, Lieblingsenkel, begleitet seinen Großvater, war aber kein Ziel und wurde nicht erschossen. Talal’s Regentschaft dauerte nur ein Jahr, vom Juli 1951 bis August 1952. Sein Sohn, der Kronprinz Hussein, studierte damals noch in England. Die kurze Regentschaft ist darauf zurück zu führen, dass er, unter anderem, den britischen Oberbefehlshaber der transjordanischen Arabischen Legion, Sir John Bagot Glubb, alias Glubb Pascha, eine runter gehauen hatte, weil er es nicht ertragen konnte, dass ein Brite den Oberbefehl über der Arabischen Legion (sog. jordanische Armee) inne hat, zumal er vom konspirativen Spiel zwischen ihm und seinem Vater einerseits, andererseits deren Spiel mit den Zionisten im arabisch-israelischen Krieg 1948, insbesondere die Schlacht um Jerusalem. Während seiner kurzen Regierungszeit führte er auch eine liberalisierte Verfassung in Jordanien ein, die die Regierung insgesamt und jeden Minister persönlich dem Parlament verantwortlich machte. Talal wurde für seine macht- und sexbesessene Frau, Königen Zein und ihren Bruder Sharif Nasser, nicht mehr tragbar. Er wurde für ihre Macht gefährlich und verschworen sich gegen ihn und erklärten ihn kurzerhand für psychisch krank und verbannten ihn in einer Heilanstalt in die Türkei. Talal fiel aber sonst nie mit Schizophrenie auf!!! Erst als er sich gegen Glubb Pascha wehrte und Reformen einführte, wurde er für verrückt erklärt und müsste entfernt werden. Im selben Monat wurde Hussein sechzehnjährig, am 11. August 1952, zum neuen König proklamiert, blieb aber in Sandhurst in England, bis er am 2. Mai 1953 den Thron bestieg. Während dieser Zeit verwaltete der hochgradig korrupte Onkel Sharif Nasser treuhänderisch den Thron und konnte mit seiner Schwester Zein regelrecht wüten, bis der Hussein volljährig wurde und aus England zurückkam. Der kleine Junge blieb zunächst ein Spielball und Marionette in den Händen seiner Mutter und Onkel. Später hat er eine raffinierte politische Bahn eingeschlagen und galt als gewiefter Politiker, blieb aber seiner Königsmutter, bis zu ihrem Ableben 1994, hörig.

Hintergrundinformation zu Abbas, der Israel, seit Oslo 1993, ewige Treue geschworen hat. Seit dieser Zeit sinkt er immer tiefer. Er unterscheidet sich in nichts von Mubarak, beide sind so tief gesunken, dass man sie nie mehr wieder rausholen kann. Er, Abbas wurde von Arafat im Jahre 2003 zum ersten (quasi!) Ministerpräsidenten der „sogenannten“ Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) ernannt. Erste Minister des Innern in seinem Kabinett sollte Mohammed Dahlan, ein Wunschkandidat und Quisling Israels, sein. Arafat war ja nicht der sauberste, denn er funktionierte auch als Polizist für Israel und sorgte für seine Sicherheit, dafür wurden die eigenen Landsleute eingekerkert, ohne Anklage, ohne Anwalt und einige Gefängnisinsassen wurden zu Tode gefoltert. Einen besseren Schutzmann konnte sich Israel nicht wünschen. Amnesty International nannte die Gerichte Arafats „Midnigth Trials“, da sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Rechtsbeistand stattfanden. Mit Arafat ist auch ein Hühnchen zu rupfen, soll aber nicht unser Thema heute sein. Nur eins muss man festhalten, er würde nie so weit gehen wie der Konzessionär Abbas und sein Mann fürs Grobe, Mohammad Dahlan. Deshalb zwang Arafat Abbas, die Ernennung Dahlans wieder rückgängig zu machen, was auch geschah. An diesem Tag wurde womöglich das „Todesurteil“ von Arafat gefällt. Denn die Regierungen Israels und der Vereinigten Staaten hatten Arafat zuvor massiv unter Druck gesetzt, weil sie ihn als Gesprächspartner für Friedensverhandlungen ausschalten und stattdessen mit dem gemäßigteren und „Konzessionisten“ Abbas verhandeln wollten.
Die Ermordung Arafats durch Vergiftung konnte nicht ohne größte Unterstützung aus den „engsten Kreisen“ erfolgen. Man kann sich vorstellen, wer an dieser Verschwörung beteiligt war und hinter der Ermordung steckte und wer waren die Helfer und Helfershelfer? Farouq Qaddoumi genannt Abu Lutf, ein hoher Fatah-Funktionär, der immer noch in Tunesien lebt, da er mit der Politik Abbas nicht einverstanden ist, hat es in einer TV-Sendung, offen ausgeplaudert und nannte Namen.  
Trotz unendlicher Konzessionsbereitschaft scheiterte der Lakai des Westens und  Marionette Israels Abbas mit seiner Politik des Ausgleichs auf der ganzen Linie, durch nimmer endende Verhandlungen, die zur beliebten Hobby erhoben wurden. Ob Verhandler in Oslo, als Ministerpräsident, oder, nach der Ermordung Arafats im Jahre 2004, gar seit 2005 als „Präsident“, spielt keine Rolle. Er will lediglich nur verhandeln, um den Status quo auf immer und ewig zu zementieren. Aber, vor seinem Abgang in Washington konnte er es, wie Mubarak, nicht sein lassen, vor die Kameras zu treten, um den iranischen Präsidenten, Mahmud Ahmadinedschad, zu warnen, dass er nicht im Namen der Palästinenser reden darf. Wow!!! Aber wer hat Abbas beauftragt oder bevollmächtigt, dass er im Namen aller Palästinenser sich verquatscht, redet oder verhandelt? Seine Amtszeit ist längst abgelaufen.
Alle Vertreter palästinensischer Organisationen, Fatah eingeschlossen, haben sich gegen die Verhandlungen in Washington ausgesprochen. Abbas ist trotzdem ohne Legitimation hingegangen, und was er dort macht, kann höchstens nur für ihn und für seine Mafiosi-Gangsterbande gelten. Der „Aus“-Verkauf Palästinas kann also keine völkerrechtliche Legitimation und eben keine Gültigkeit haben.

Und nun ein Nach-Wort zu Barack Hussein Obama, bei dem der Fall anderes liegt. Er prägte den Begriff: „Change, Yes we can“. Nach diesem Motto hat er sich den Mund zu voll genommen und wollte auch im Nahen Osten eine gerechte Lösung, für das israelisch-palästinensische Problem, herbeiführen bzw. erzwingen. Da er auch Jurist ist, hat man große Hoffnungen in ihn gesetzt und vertraute darauf, dass er es mit dem Völkerrecht ernst meinte. Da kam Netanyahu, mit seiner US-Lobby, und hat den Obama eines Besseren belehrt. Zunächst widersetzte sich der Präsident und, bei einem der zahlreichen Besuche des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahus in Washington, ließ er ihn, vor lauter Zorn, einfach sitzen und ging zu seinen privaten Gemächern, um das Mittagessen mit der Familie einzunehmen. Umso schlimmer kam Netanjahus Rache. Obama müsste Stück für Stück nachgeben und schließlich öffentlich, sich den Forderungen und Diktate Netanyahus beugen, sich dazu bekennen und diese als die eigenen präsentieren. Diesen Druck entlud der „We-can-Präsident“ an die palästinensische Marionette, Abbas, weiter. Hierzu spannte er auch seine anderen Untertanen, Abdallah von Jordanien und Mubarak von Ägypten, ein, damit auch sie den Druck ihrerseits auf Abu Mazen erhöhen. Obama drohte mit der Einstellung des Geldflusses, was einer Höchststrafe, bei der Schmarotzerbande in Ramallah gleichkommt.
Nach den Einleitungen kommen wir zurück zur Hauptfigur Obama, der mit Netanyahu an einer Bombe bastelte. Und jetzt kommt endlich das allerschönste, Tenor vom Ganzen: Barack Hussein Obama gibt Hillary Clinton ein Geschenk im Sack, zu überreichen an die Palästinenser. Als Hillary den Sack öffnet, springt nun die Katze heraus. Das großzügige Geschenk der Amerikaner: 50 Milliarden Dollar für Abbas und seine Parasiten als Preis für Palästina, damit sie, von einem Teil des Geldes, die Gemüter der geschundenen und ausgeraubten Palästinenser beruhigen, mit einem anderen Teil des Geldes sollten sie ihr dahinsiechendes Leben wirtschaftlich etwas versüßen, ein weiterer Teil ist dafür gedacht, die Aufwiegler zu ersticken und schließlich den Löwenanteil für die erbrachte Leistung von Abbas und seine Schmarotzer, bis die Taschen platzen. Mit anderen Worten, 50 Milliarden US-Dollar für die Unterschrift unter einen „Friedensvertrag“: Ein diktierter Friedensvertrag. Jede Erläuterung erübrigt sich, jetzt kann sich jeder seinen Reim darauf machen. Fest steht, Amerika hat den Zionisten Netanjahu ein großzügiges Geschenk gemacht und Israel bleibt ein Aktivposten für amerikanische Interessen in der gesamten Region.

Wäre ich ein Karikaturist, würde ich ein Bild von den Kriechern etwa so darstellen: Bibi in Boxerhose, mit riesigen Muskeln protzend, wie Superman, unter seinen Füssen vier winselnde Kreaturen, Obama, Abbas, Abdallah und Mubarak, die um Gnade bitten. Wahrhaftig ein strahlender Sieger. 

Izzeddin Musa

Ersterscheinung in Shia-Forum - Al-hashimy , 11.09.2010 22:10 Uhr



Mit der Bitte zu beherzigen, weiter sagen, weiter verbreiten und, bei Möglichkeit, veröffentlichen.

Beste Grüße
MfG
Al-hashimy:)










Montag, 5. Februar 2018

Präsident Graumann und die SPD


Schwere Verfehlungen des Zentralrats der Juden in Deutschland 
Präsident Graumann und die SPD

Von Dr. Izzeddin Musa 


Längst bestimmt der Zentralrat der Juden (ZdJ) die Richtlinien deutscher Politik erheblich mit. Dieser Einfluss nahm seit Ignaz Bubis stetig zu, bis Angela Merkel die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson erkor, fungierte sie als Befehlsempfängerin von Friede Springer und Charlotte Knobloch, Vorgängerin von Dieter Graumann. Wir erinnern uns auch an die Schmutzkampagne des Zentralrats der Juden und seiner Ableger gegen die Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer, anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Von der Schmieren- und Hetzkampagne gegen Dr. Ludwig Watzal, Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung und Redakteur der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte", ganz zu schweigen. Der Genosse Thomas Krüger, Präsident der Behörde, hat ihn auf Befehl der Israellobby irgendwo in der Bundeszentrale "versteckt".

Dieter Graumann, Präsident des
Zentralrats der Juden nach seiner
Wahl vor zwei Jahren
Auch die von Graumann im Frühjahr gegen den SPD-Parteivorsitzenden ausgestoßenen Hetz-Tiraden - nachdem er die katastrophale Lage in Hebron während seines Besuches in Palästina im Frühjahr des Jahres in Augenschein genommen hatte, versuchte er ihn einzuschüchtern und vor die "jüdische Inquisitionsinstanz" zu zitieren. Dies deshalb, weil er die Wahrheit über Israel nicht hören will. Versteht sich Graumann doch als "Israels Aufpasser" über die öffentliche Meinung in Deutschland? Diese und viele andere dummdreiste Lügenkampagnen gegen aufrechte Personen, die es wagen, die bestialische Politik Israels zu kritisieren, hat der Zentralrat der Juden in Deutschland in seinem Repertoire.

Aber dass der Vorsitzende des ZdJ auch bestimmen will, wer regierungsfähig in diesem Land ist und wer nicht, ist eine ungeheuerliche Anmaßung und ein Akt absoluter Unverfrorenheit. Dieter Graumann maßt sich an, die SPD zu disziplinieren, weil sie sich zu den Grundwerten der Sozialdemokratie bekennt, die zufällig auch die Werte der Palästinenser sind, wie z. B. Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Gleichheit, Solidarität und Achtung der Menschenrechte. Eben weil die SPD das legitime und von der Weltgemeinschaft seit über 64 Jahren anerkannte Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat unterstützt und sich mit dieser Forderung solidarisiert. Warum sollte die SPD sich mit den rassistischen Werten des zionistischen Regimes in Tel Aviv solidarisieren?

Das zionistische Regime verhindert seit über 60 Jahren mit aller Gewalt die Gründung eines Staates Palästina. Der Gang der Palästinenser zur UNO, um ihr Anliegen vorzutragen, einen anerkannten Status zu bekommen, wird mit schwersten Drohungen, Vergeltungen, Bombardierungen und der Aufkündigung der Osloer Verträge beantwortet. Seit dieser Zeit ist Israel dabei, das gesamte Land Palästina Stück für Stück zu enteignen, sich einzuverleiben und zu judaisieren. Dabei vertreibt es die Menschen aus ihren Häusern und ihrem Land, rodet ihre Plantagen und Felder, sprengt ihre Häuser in die Luft, stranguliert ihre Wirtschaft, inhaftiert ohne Anklage und richtet Menschen außergerichtlich hin. Es verhindert, dass schwangere Frauen an Checkpoints zum Krankenhaus gelangen, bis sie das Kind tot zur Welt bringen und oft selbst auch dabei sterben. Es demoralisiert, demütigt, schikaniert, erniedrigt, diskriminiert und entrechtet die Menschen dort. Darüber hinaus existieren in Israel zwei Rechtssysteme, eins für jüdische und das andere für palästinensische Israelis. Dank einer erfolgreichen Lügen-Propaganda erfährt man hier von all diesen Fakten, wenn überhaupt, leider viel zu wenig. Auch damit kann sich die SPD niemals solidarisieren.

Für dieses rassistische Apartheid-Regime arbeitet Dieter Graumann rastlos, anstatt seinen eigentlichen Aufgaben nachzugehen, nämlich die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinden in Deutschland zu regeln, zu vertreten und wahrzunehmen, die mit hart erarbeiteten deutschen Steuergeldern und nicht vom israelischen Propagandaministerium gefördert werden.

Dieter Graumann schreckt nicht davor zurück, den SPD-Vorsitzenden Siegmar Gabriel und den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück in seinem Gespräch mit der BILD-Zeitung demonstrativ aufzufordern, sich vom Treffen mit der Al-Fatah zu distanzieren: „Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück müssen sich jetzt ganz schnell erklären, was das zu bedeuten hat und sich davon distanzieren. Ich hoffe, sie wissen überhaupt, mit was für einer Organisation (gemeint Al-Fatah, d. Red.) sie es hier zu tun haben. So ist die SPD ganz sicher nicht regierungsfähig.“ Was fällt diesem Typen eigentlich ein? Dieter Graumann meint, er könnte per Springer-Presse bestimmen, wer in Deutschland regieren kann und wer nicht.

Als Deutscher palästinensischer Abstammung, in Haifa geboren, und seit 55 Jahren in Deutschland lebend, bin ich über die verlogene Dreistigkeit des Zentralrats der Juden entsetzt. Dieses Gremium versteht sich scheinbar als Lügen- und Propagandaorgan sowie als Sprachrohr der kriegslüsternen, verbrecherischen und faschistischen Netanyahu-Lieberman-Barak-Regierung. Genauso will er uns weismachen, wer Opfer und wer Täter ist. Natürlich ist seit 1948 Israel der Täter, und die Palästinenser sind die Opfer der ehemaligen Opfer.

Mein Volk hat Israel und den Zionismus immer so gesehen, wie er seinem Wesen nach ist: brutal, expansiv und menschenverachtend. Die Deutschen hingegen hängen aus falsch verstandenen Schuldgefühlen einem romantischen Israelbild an, das es in der Realität gar nicht gibt. Ich kann den Deutschen und speziell meinen Genossinnen und Genossen nur empfehlen, endlich den Kriechgang aufzugeben und aufrechten Hauptes diesen Unverschämtheiten Graumanns und des ZdJ entgegenzutreten. (PK)



Ersterscheinung: Online-Flyer Nr. 381  vom 21.11.2012


Seit einigen Jahren gibt er die Zeitschrift Freie Palästina-Stimme im Internetheraus (www.palaestina-stimme.de). Dr. Izzeddin Musa ist Mitglied der SPD und hat diesen Artikel eigentlich für deren Zeitung "vorwärts" geschrieben.

Inernetdarstellung inzwschen:  https://freiepalaestinastimme.blogspot.de/
Inzwischen auch aus der SPD ausgetreten: