Montag, 6. März 2017

Die Panamesen: Mahmoud Abbas & Sons


Nach dem Zweiten Golfkrieg „Desert Storm“ 1991 folgte Ende Oktober Anfang November desselben Jahres die sogenannte Madrider Friedenskonferenz, zutreffender die „Hinterhoffriedenskonferenz“. Die Palästinenser dürften nur innerhalb der jordanischen Delegation teilnehmen. Am Ende war das Ergebnis: „Außer Spesen nichts gewesen“. 

Menü à la carte

Die versprengten Fatah-Funktionäre in Tunis lagen schon jahrelang auf der faulen Haut, haben nichts zu tun und wurden folglich des Kampfes müde. Sie dachten daran, den Konflikt mit Israel zu beenden, um in "Überreste" von Palästina, fernab jeden Freiheitskampf, weiter ihrem luxuriösen Leben nachzugehen. Um die Langeweile zu vertreiben , handelte das Führungstrio, bestehend aus Abu Ammar alias Yassir Arafat, Abu Mazen alias Mahmoud Abbas und Abu Ala alias Ahmad Qurei, eigenmächtig Geheimpläne aus, um den Konflikt mit Israel zu beenden. Schließlich kreierte das Trio in seiner Giftküche ein "tödliches Menü" für das palästinensische Volk. Die „Osloer-Abkommen“, ein palästinensisches Versailles ohne Krieg, wie es einst Edward Said genannt hat, wurde geboren.

Im Jahre 1993 war es dann soweit und Abu Mazen hockte alleine in Oslo, nachdem er Abu Ala nach Hause geschickt hatte, gegenüber einer genau ausgesuchten israelischen Elite-Delegation, die in jeder Hinsicht „vom feinsten“ war, au allen Gebieten. Abu Mazen traute sich, mit allen und allem, alleine fertig zu werden, wobei auf seiner Agenda, in „unsichtbarer Tinte“, der Beginn vom Ausverkauf Palästinas geschrieben stand.

http://www.derisraelit.org/2010/08/palastina-im-sonderangebot-eine.html 


Die Schande der Palästinenser


In der Tat, es gelang dem gewieften Architekten ein Diktat-Abkommen in Oslo zu unterzeichnen. Das Osloer-Abkommen ist eine totale Unterwerfung und nichts anderes als eine große Schande, die über das gesamte palästinensische Volk hereinbrach. Erst nach, sage und schreibe, 22 Jahren sind sie in der Führung der PLO aufgewacht und bemerkten, dass die Prinzipienerklärung von Oslo nichts anderes als ein riesiger Betrug und Schwindel war.  Nachdem sie das erkannt haben, greifbare Resultate haben wir dennoch nicht bemerken können. Sie verharrten in ihrer Lethargie und schliefen weiter.
 
Böse Zungen behaupteten, Abu Mazen hätte 100 Mill. US-Dollar für seine Unterschrift, unter dem „Gefälligkeitsabkommen“, erhalten. Drei Mitglieder (zwei Frauen und ein Mann) des palästinensischen Rates, die ich auf einer Tagung in Hofgeismar traf und gemeinsam an einem Tisch mit ihnen zu Abend speiste, sprach ich das Thema mit den „100 Mill.-Belohnung“ an. Alle drei stimmten unentwegt zu und erzählten, dass die Außenmauer seiner Villa mit dem Slogan: „Wo hast du das her?“ besprüht seien. So wird hinter vorgehaltener Hand über Abbas gesprochen. Als der Spiegel über Ungereimtheiten und den Reichtum von Abbas schrieb, waren die korrupten Machenschaften des Architekten ruchbar geworden und drangen in die Öffentlichkeit.

„Palästina“ nach Oslo


Nachdem Arafat und seine Mannen in Jericho und Gaza gelandet waren, besuchte ich 1994 beide Gebiete. Ich habe gesehen, wie alles heruntergekommen war. In Jericho besuchte ich die deutsche Vertretung und sprach mit deren Leiter, Herrn Klein, über die Verhältnisse dort, nach Beendigung der „Teil-Besatzung“. Miserabel sei es noch, und es mangelt noch an allem. In Gaza traf ich den ehemaligen Generaldelegierten in Deutschland, Abdallah Frangi, und seine Brüder. Arafat hatte an dem Tag etwas wichtigeres zu tun, nämlich er traf sich mit Yitzhak Rabin am Checkpoint Erez.  
 

Wie schön ist Panama


Die Qlique um Arafat hat sich in Gaza wie die Made im Speck aufgeführt und langte über all hin. Abu Mazen, um den es hauptsächlich geht, und seine beiden Söhne Tarek und Jasser überlegten, was sie mit dem vielen Geld machen sollten, das der Vater als Belohnung für die Diktatverträge bekommen hatte. Sie gründeten Monopolgeschäfte mit Coca-Cola, diversen Bauunternehmungen und andere Geschäfte, in denen sie die Finger drin hatten, zumal hinter den Villenmauern, viele, sehr viele palästinensische Familien mit Kindern die Nächte mit leeren Mägen verbringen müssen. Das Gestrüpp aus Geld, Macht, Politik und Geschäft haben die Söhne, unter der Schirmherrschaft des Vaters,   bestens beherrscht. Sie bekamen saftige Millionen-Aufträge aus den USA, beste Freunde des Vaters und der „Sache Palästina“.  Das US-Magazin Foreign Policy schätzte 2012 das Vermögen der Abbas-Familie 100 Millionen Dollar, was allerdings sehr, sehr bescheiden zu betrachten ist.




Die Zeit vor der "Ermordung Arafts"


Als Regierungschef, unter dem Präsidenten der Autonomiebehörde Yassir Arafat, versuchte

Abu Mazen öfter auszuscheren und sich verselbständigen. Bei der Bildung des Kabinetts wollte er den USrael-Diener Mohammad Dahlan, bekanntlich ein Oberverräter, gegen den Willen des Präsidenten Abu Ammar, als Innenminister zu ernennen. Arafat, da er über die Machenschaften Dahlans im Bilde war, pfiff Abu Mazen zurück und hat ihn ausdrücklich davor gewarnt.



 

Als im Jahre 2000 das Gipfeltreffen in  Camp David für die Palästinenser nichts brachte, inszenierte Ehud Barak mit dem Bulldozer Ariel Sharon den Besuch auf dem Tempelberg, der die zweite Intifada auslöste. Prompt lösten die Israelis sich aus der Verantwortung für einen „Frieden“, den sie nie wollten, eigentlich gleich wer in Israel am Regierungsruder saß. Das ist  heute für die ganze Welt sichtbar geworden, aber öffentlich will es  keiner zugeben. Sie faseln immer von einem utopischen Frieden, der nicht kommen wird.

Nicht lange nach Camp David erklimmte George W. Bush im Januar 2001 den Thron und mit ihm Dick Cheney, als sein Stichwortgeber und Wegweiser. Nur zwei Wochen später folgte Sharon auf den israelischen Thron. Als Antwort auf die zweite Intifada, bombardierte Sharon 2002 Arafats Hauptquartier, die Muqata’a, wovon ein Großteil zerstört wurde. Arafat hockte in seiner zerstörten Muqata’a praktisch als Gefangener unter Hausarrest. Ihm wurde das Essen dort hingebracht. Er stand nun auf der Abschussliste Sharon’s und Cheney gab ihm dazu „grünes Licht“. Nach der Ermordung Arafats kam mir unverzüglich der Gedanke, Arafat sei vergiftet worden und das kann nur mit dem Wissen und Zutun von „engsten Vertrauten“, in seiner Umgebung, geschehen sein. Ein Fatah-Führungsmitglied, Farouq Qaddoumi (Abu Lutf), hat öffentlich darüber geredet Namen von Beteiligten bekannt gab: Mahmoud Abbas und Mohammed Dahlan. Qaddoumi sitzt immer noch Tunis und weigert sich bis heute, nach „Palästina“ zu gehen, solange diese „Leute“ dort an der Macht sind, obwohl Mahmoud Abbas ihm das angeboten hatte. 

Der Sicherheitsbeamte von Israels Gnaden
 
Abu Mazen liebt und hört nur noch jüdische Musik. Eigentlich ist gegen Kunst nichts einzuwenden. Aber bei Abbas bedeutet das doch etwas anderes. Er wollte einmal seinen Geburtsort Safad (hebr. Safed) besuchen und Israel hat es ihm verweigert. Er machte sich nichts daraus und über die Rückkehr der Vertriebenen angesprochen, entgegnete er, nein ich will nicht nach Safad, meinem Geburtsort, zurück. Großzügigkeit sucht ihresgleichen!

Es kommt noch dicker, was der Präsident, der gar keiner mehr ist, alles für Israel tut. Nach Ausbruch der Messer-Intifada hat der „Präsident auf Lebenszeit“ angeordnet, dass alle Tornister von Schülerinnen und Schülern nach Messern durchsucht werden sollen, bevor sie zum Unterricht dürfen, damit keine radikalen Siedler, Vergewaltiger  und Landesräuber attackiert werden. So rührend sorgt sich Abbas um die Besatzer. Er rühmt sich auch damit, dass bis dato über 70 Messer konfisziert werden konnten.

Der gute Abu Mazen hat auch eine hochrangige Kondolenz-Delegation für einen israelischen Offizier entsandt, dessen Hände nachweislich mit palästinensischem Blut beschmiert sind, um Netanjahu tiefste Anteilnahme zu überbringen. Er war für Israel doch wirklich die „Osloer“ 100 Millionen Dollar Wert!

Und schließlich, wenn jemand bei der Beerdigung des Kana-Mörders Shimon Peres fehlen sollte, dann doch nicht Abu Mazen. Und nun, der "Ehrengast" hockt in der ersten Reihe.

Der undankbare


Der Königs- und Prinzen-Clan in Saudi Arabien handelt nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Damit ist Israel, der Feind Irans, aber der Freund und Alliierte der Saudis, was inzwischen in aller Öffentlichkeit stattfindet und bekannt geworden ist. Saudi Arabien, quasi die „zweite Demokratie“ nach Israel in der Region, schlägt in der arabischen Welt, wie ein Irrer, um sich herum, in Libyen, Irak, Syrien, Yemen und möchte am liebsten Iran zerstören, was nicht gelingt und nicht gelingen wird. Die Saudi bieten Israel ihr Land an, um von dort Iran anzugreifen. Auch Israel nimmt den Mund voll faselt und rasselt mit dem Schwert und nichts dahinter. Es will auch jemanden vorschieben. Die USA sollten es sein und sie haben danke gesagt. Jetzt übernimmt Saudi-Arabien die Rolle Israels und hat Israel auserkoren. Saudia schmiedet eine Allianz nach der anderen, um Iran zu isolieren, bisher aber ohne Erfolg.


Einmal hieß es, Muslimische Staaten gegen den Terror zu vereinen. Paradox ist, dass der Terrorpate, der den Terror bekämpfen will, ähnlich ist wie der Dieb, der schreit, haltet den Dieb! Wenn es Allianzen geht, ist Saudi nicht verlegen. Es gab also noch weiter Allianzen und diesmal der letzte Schrei war: „Arabische Staaten gegen den Terror“. Aber, wenn Saudia den Iran so hasst, warum greifen sie nicht alleine an? Sie sind feige und können nur mit den Petro-Dollars hetzen. Natürlich machen bei dieser Allianz nur „Gekaufte“ mit. So luden zum Beispiel die Terrorpaten zu einer Innenminister-Konferenz nach Kairo ein,  die beschließen sollte, dass Hisbollah eine "Terrororganisation" sei.  Alle erschienen und die meisten der Anwesenden machten das, was die Saudis ihnen befohlen haben, an vorderster Stelle der Innenminister des palästinensischen „Präsidenten“, der zustimmte. Das Komödientheater ist nicht anders als eine Tingel-Tangel-Lachnummer. Der Libanon, wo Hisbollah in der Regierung sitzt, und Algerien haben diese Aufforderung abgelehnt. Der Irak ging weiter und hat den Anwesenden die Leviten gelesen und meinte, wer Hisbollah als "Terrororganisation" bezeichnen will, sei selber ein Oberterrorist. Die bezahlten Lakaien und das saudische Terrorregime haben nichts anderes verdient.


Die gleiche Schmierenkomödie sollte noch einmal stattfinden, diesmal aber mit den Außenministern der Länder. Wieder hat sich dasselbe Drama ereignet. Und wieder hat der „Außenminister“ aus Palästina daneben benommen mit reihte sich bei den Ja- und Amin-Sager und ließ sich für saudischen Forderungen einsatteln.

Nicht nur die Palästinenser haben dem Hisbollah viel zu verdanken, sondern auch viele andere Araber. Zum Glück ist Abbas und einige andere Gekaufte, die so denken und sich „für einen Appel und ein Ei“ kaufen lassen. Ohne Hisbollah und Iran wäre Gaza längst von Israel ins Meer "versenkt" worden. Die wirklichen Freiheitskämpfer in Gaza wissen, wem sie das verdanken haben. War es nicht Hisbollah, der den Nimbus der „unbesiegbaren Armee“ Israels im Jahre 2006 zum ersten Mal zerbrach?  War es nicht Hisbollah, der im Jahr 2000 Ehud Barak zu seinem überstürzten Abzug, ohne wenn und aber aus dem besetzten Südlibanon gezwungen hat? Alle anderen Araber, mit all ihre Armeen, haben doch immer versagt. Haben sie das vergessen?


Eins noch zum Schluss der „Abbasischen Märchen“  aus „Tausend und einer Nacht“. Die PLO-Führung versammelt sich und beschließt EINSTIMMIG eine Sache, eingeschlossen die Stimme des „Präsidenten“. Sekunden später steht der Chef vor den Kameras und entscheidet im Alleingang und verkündet etwas völlig anderes. Im alten Rom hätte ihn das Schicksal des Julius Caesar längst ereilt.       

Kann man überhaupt einem willigen USrael-Lakaien wie Abbas trauen, oder von ihm für die Palästinenser etwas "Gutes" erwarten? Definitiv, nein. Im jungen Palästina der fünfziger Jahre, wussten sie, wie man mit Verrätern umgeht. Also, ihm hätte auch das Schicksal von Abdallah von Jordanien, vor der Aqsa-Moschee ereilen können. Inschallah. 






Wachtberg, 22. April 2016

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